Bővebb ismertető
geschichte der ausgrabung
Im Oktober 1960 berichtete der Lehrer Ahdeás Tokodi, er habe bei der Ziegelbrennerei der Produktionsgenossenschaft »Tiszatáj« in Tápé Skelette gefunden. Wir begannen sofort mit den Ausgrabungen und setzten sie — mit Unterbrechungen im Sommer — bis zur Mitte des Jahres 1965 fort. Die Ausgrabungen wurden unter sehr schwierigen Bedingungen durchgeführt, der Hauptteil der Arbeiten fiel in die Wintermonate, von Oktober bis März. In dieser Zeit wird der für die Ziegelherstellung notwendige Lehm gefördert. (Es handelt sich um mehrere tausend Kubikmeter pro Jahr.) Wir beobachteten den Verlauf der Törderarbeiten und konnten so die Gräber überall bergen, abgesehen von dem Teil der Lehmgrube, der bereits abgetragen war, als wir die Benachrichtigung des Lehrers erhielten. Gleichzeitig durchforschten wir systematisch das Gelände am Rande der Lehmgrube. Die identischen Verhältnisse in dem von uns freigelegten Teü und in jenem, der im Verlaufe der Erdarbeiten untersucht wurde, beweisen, daß unsere Beobachtimgen so präzis waren, wie es die Umstände erlaubten.
Im Herbst 1965 wurde der Betrieb der Ziegelbrennerei vorübergehend eingestellt, und ein Jahr später wurden - ohne unser Ins titut zu benachrichtigen —die Erdmassen am westlichen Rand der Grabe bzw. des Gräberfeldes mit Baggern abgetragen.
Im Rahmen unserer personellen und materiellen Möghchkeiten waren wir bemüht, vor allem die Funde aus dem bronzezeitlichen Gräberfeld zu bergen. Von den Überresten der auf dem Gelände liegenden Siedlung aus der Hunnen- imd der Ai^ja-denzeit konnten wir nur die Objekte freUegen, die zur Authentifizierung und zeitlichen Bestimmung notwendig waren. Die Gräber, die bei den Erdarbeiten zum Vorschein kamen, wurden jedoch ausnahmslos erfaßt. Über die Gräber aus der Sarma-ten-, Gepiden-, Awaren- und Arpadenzeit informieren wir nur kurz. Bei der zeitlichen Fixierung der Skelette in Strecklage ohne Grabbeigaben bestehen vorläufig gewisse Schwierigkeiten, doch wir hoffen, daß wir durch chemische Analysen auch auf diesem Gebiet zu sicheren Ergebnissen gelangen werden.
Bei den Ausgrabungsarbeiten war mir der Restaurator László Saliga behUflich.
Für einige Tage bzw. Wochen vertraten mich Alajos BIlutt, Zsolt Csalog, Gyula Gazda-pfsztai (t) und Katalin Nagy bei der Leitung der Arbeiten.
Fast ständig anwesend waren bei den Freile-gimgsarbeiten Gyula Fakkas, Julia Nagy, Siif-doe pónyai und Katalin Zsilkó, Mitarbeiter des Anthropologischen Instituts der Universität Szeged.
Zahlreiche wertvolle Ratschläge habe ich Amália Mozsolics zu verdanken, die sich auch mehrmals aktiv an den Ausgrabungen beteiligte.
Der Ratsvorsitzende István Bodo und der Oberagronom Imee Dée ließen uns wichtige gesellschaftliche Unterstützung zukommen und sicherten so den reibungslosen Ablauf der Arbeiten.
Allen Genannten möchte ich auf diesem Wege meinen Dank für ihre Hüfe imd Unterstützung und für ihre Bemühungen aussprechen.
Die Fundstätte befindet sich am Nordwestrand der Gemeinde Tápé, auf den sogenannten »káposztásföldek« (»Kohlfelder«). Der Wasserlauf Tápaiér (Tápé-Bach) trennt hier eine kleinere Hochwasserinsel, den sogenannten »Ásvány-hát« von dem Gelände ab, das wir durchforschten und das praktisch dem ehemaligen westlichen Steüufer der Theiß entspricht. Diese Uferstrecke wird in Richtung Algyő — zwischen Tápé und Algyő liegt das im Mittelalter angelegte Dorf Fark — durch Gefäßscherben markiert. Sie stammen aus einem Zeitabschnitt, der sich von der Urzeit bis zum Mittelalter erstreckt. Spuren einer Siedlung aus der gleichen Zeit wie das freigelegte bronzezeithche Gräberfeld konnten wir nicht entdecken.
Der Boden des von uns untersuchten Gebietes besteht aus Aue-Lehm. Die Humusschicht ist fast ein Meter dick, am Abhang des Hügels jedoch weitgehend abgetragen. Der Untergrund hat Knochen und Metalle sehr schlecht konserviert, dieser Teil der Funde war stark verwittert und oft völlig porös. Zahlreiche Metallgegenstände konnten nur aufgrund des Bodenabdrucks rekonstruiert und nicht mehr geborgen werden.
Wir waren, wie ich bereits erwähnte, um eine