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In Weimars Altstadt führt vom Herderplatz die Jakobstraße zu einem Haus mit breiter Toreinfahrt, zum Kirms-Krackow-Haus. Obwohl die letzten privaten Besitzer und Bewohner, nach denen das Haus genannt wurde, keine literarischen Werke hinterlassen haben, gehört es doch zu den Gedenkstätten aus der Zeit der klassischen deutschen Literatur. Hier wohnten um 1800 die Brüder Karl und Franz Kirms, die über ihre berufliche Tätigkeit als höhere Verwaltungsbeamte des Herzogtums Sachsen-Weimar hinaus in nachbarlich-gesellige, ja freundschaftliche...
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In Weimars Altstadt führt vom Herderplatz die Jakobstraße zu einem Haus mit breiter Toreinfahrt, zum Kirms-Krackow-Haus. Obwohl die letzten privaten Besitzer und Bewohner, nach denen das Haus genannt wurde, keine literarischen Werke hinterlassen haben, gehört es doch zu den Gedenkstätten aus der Zeit der klassischen deutschen Literatur. Hier wohnten um 1800 die Brüder Karl und Franz Kirms, die über ihre berufliche Tätigkeit als höhere Verwaltungsbeamte des Herzogtums Sachsen-Weimar hinaus in nachbarlich-gesellige, ja freundschaftliche Beziehungen zu den Dichtern der deutschen Klassik und zu anderen bedeutenden Persönlichkeiten gekommen waren. Ihre ehemaligen Wohnräume, ausgestattet mit Möbelstücken, Bildern und Gebrauchsgegenständen aus der klassischen und nachklassischen Zeit, sind eine kulturhistorische Kostbarkeit.Das Kirms-Krackow-Haus gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Das Tor mit der breiten, das Haus durchziehenden Einfahrt sowie die Tür- und Fenstergewände in den Erdgeschossen der Hofgebäude weisen Stilmerkmale der deutschen Renaissance auf. Bauherr war im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts ein zugereister reicher Kaufmann. Er ließ das Haus an der Straße und zwei rückwärts angesetzte, den Hof seitlich begrenzende schmale Wirtschaftsgebäude errichten. Ein anderer Bauherr schloß im 17. Jahrhundert den Hof mit einem Hinterhaus. 1701 gelangte das Haus in den Besitz der Familie Kirms. Der neue Hausherr ließ die Fassade im Geschmack des bürgerlichen Barocks neu verputzen und vermutlich auch das Mansardengeschoß ausbauen. Von dieser barocken Umgestaltung zeigt die Fassade heute nur noch geringe Reste. Eine weitere architektonische Veränderung war geplant, als Karl und Franz Kirms das Haus übernahmen. Eine Zeichnung des Baumeisters J. F. K. Steiner von 1783, die im Vorsaal der ersten Etage hängt, gibt Auskunft über dieses Vorhaben, das jedoch nicht zur Ausführung kam.

Termékadatok

Cím: Das Kirms-Krackow-Haus in Weimar [antikvár]
Szerző: Gertrud Ranft
Kiadó: Nationale Forschungs- Und Gedenkstätten der Klassischen Deutschen Literatur
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 110 mm x 180 mm
Gertrud Ranft művei
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