Bővebb ismertető
Im hístorischen Zentrum Weimars steht eines der áltesten Háuser der Stadt, das Kirms-Krackow-Haus in der Jakobstrafíe. Im Laufe der vergangenen zwei Jahrhunderte kaum verándert, trágt es seinen Namen nach ehemaligen Besitzern. Das Haus war níe Wohnstátte berühmter Persönlichkeiten, beherbergt auch keine bedeutenden Kunstwerke, zieht heute jedoch in zweifacher Weise Aufmerksamkeit auf sich: Zum einen ist es ein wertvolles Architekturdenkmal und ein Zeugnis bürgerlicher Wohnkultur, das mit seinem Reichtum an Sachzeugen das Bild vom klassischen und nachklassischen Weimar reizvoll ergánzt, zum anderen hat hier eines der Weimarer Literaturmuseen seinen Platz gefunden, das Herder-Museum. Bewohner des Kirms-Krackow-Hauses Die ersten Bewohner des heutigen Kirms-Krackow-Hauses waren wohlhabende Bürger: ein zugereister Handelsmann, der als Bauherr gilt, und ein 1532 urkundlich als Eigentümer genannter Ratsherr, der neben Haus und Hof auch gro&e Ácker und Weingárten vor der Stadt besafí. Seit 1701 gehörte das Anwesen der Familie Kirms. 1632 war der Fleischergeselle Joachim Kirms (1614-1692), ein Pfarrersohn aus Reinstádt bei Kahla, nach Weimar zugewandert, hatte geheiratet, war Meister und 1637 Bürger der Stadt geworden. Sein aus zweiter Ehe stammender Sohn Johann Joachim Kirms (1668-1719) wurde 1685 in die Akadémia Jena als Studioso aufgenommen und trat nach dem Studium als Beamter in herzogliche Dienste. Dieser Amtsschreiber und spátere Kammerkommissar erwarb für 213 Taler das Haus in der Jakobstra&e. Nach seinem Tod führte sein áltester Sohn, der Kammersekretár und spátere Rat Joachim Kaspar Kirms (1698-1770), die Hausgescháfte. Laut Testament seiner Mutter wurde ihm 1751 ihr in der Jakobs-Gassen gelegenes Wohnhaus erb- und eigentümlich zugeschlagen und überlassen. Zur Goethezeit bewohnten zwei Söhne von Joachim Kaspar Kirms das Haus, beide hohe Beamte im Dienst Herzog Kari Augusts. Kari Kirms (1741-1821) war Sekretár der Geheimen Kanzlei, der Behörde, die den Schriftverkehr des Geheimen Konzils führte. Er galt als versierter,erprobter Beamter und hatte in dienstlichen Angelegenheiten háufig mit Goethe zu tun, der seit 1776 der obersten Landesbehörde angehörte. Sein jüngerer Brúder Franz Kirms (1750-1826) war Hofkammerrat. Zu seinen vielfáltigen Amtspflichten gehörte von 1784 an die Betreuung der in