Bővebb ismertető
VORWORT
lm Jahre 1979 erschien in dieser Reihe als I.Teil des von Ernő Deák auf drei Bände konzipierten Werkes „Das Städtewesen der Länder der ungarischen Krone (1780-1918)" der Band „Allgemeine Bestimmung der Städte und der städtischen Siedlungen". Obwohl die Materialiensammlung gleichzeitig mit dem ersten Band fertiggestellt war, verzögerten anderwärtige Verpflichtungen des Autors und die Sicherung der Druckkosten die Herausgabe dieses 2. Teiles. Die zwischen dem Erscheinen des 1. und des 2. Bandes liegende Zeitspanne ist nicht erfreulich, dessen ungeachtet ist die Arbeit weder inhaltlich noch methodisch überholt, sind doch seitdem - abgesehen von mitunter hervorragenden Stadtmonographien in Ungarn - weder grundlegende Werke auf dem Gebiet der Stadtgeschichte erschienen, noch haben die ermittelten Daten von ihrem verbindlichen Aussagewert verloren.
Die Kommission für Wirtschafts-, Sozial- und Stadtgeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften will mit dieser Monographie erstens einen Beitrag zu dem bereits 1933 durch den internationalen Historikerkongreß in Warschau beschlossenen Plan eines lexikalisch aufgebauten Europäischen Städtebuches leisten und zweitens die so wichtige vergleichende Strukturgeschichte der Länder des Donauraumes unterstützen und vorantreiben. Dabei wurde größter Wert auf eine produktive Zusammenarbeit mit den ungarländischen Historikern gelegt. Erfreulicherweise wurde der Band „Allgemeine Bestimmung der Städte und der städtischen Siedlungen" mit regem Interesse aufgenommen und durchwegs sehr positiv beurteilt. Auf diesen ersten allgemeinen Teil ist der zweite aufgebaut, und wie schon der Titel ankündigt, beinhaltet er erwartungsgemäß eine Fülle von Daten, die aus einer jahrelangen Sammelarbeit und dem Ordnen der für Vergleichszwecke geeigneten Materiahen hervorgegangen ist. Dieser Materiahenband soll hinwieder dem 3. und letzten Teil des Werkes, „Typologie und Struktur" zugrunde liegen, der eine Zusammenfassung der Forschungsergebnisse bieten wird.
Für die Drucklegung hat der Gefertigte als Obmann der Kommission für Wirtschafts-, Sozial- und Stadtgeschichte einerseits der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und andererseits dem Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung zu danken, als den beiden Institutionen, von welchen die Druckkosten zu gleichen Teilen getragen werden.
Othmar Pickl