Bővebb ismertető
Einleitung
Das Potsdamer Stadtschloß wuchs in Jahrhunderten - im Bombenhagel des 14. April 1945 brannte es aus. 1959/60 wurde die Ruine trotz mahnender Stimmen und Proteste beseitigt.
Angefangen hatte alles zu Beginn des 13. Jahrhunderts, als die Burganlage den Übergang der Havel zwischen dem Teltow und der Zauche zu schützen hatte. Um die Burg entstand eine Ansiedlung, die 1325 Stadtrecht erhielt. Kurz vor 1600 wurde die Burg zu einem Renaissancebau für Kurfürstin Katharina umgebaut. Kurfürst Friedrich Wilhelm ließ an dieser Stelle zwischen 1660 und 1670 ein neues Schloß nach Plänen aus Holland errichten. Das Potsdamer Schloß wurde bald zu einem ständigen Aufenthaltsort der Kurfürsten bzw. Könige, zu einer zweiten Residenz neben Berlin.
Unter Friedrich dem Großen erhielt das Schloß seine endgültige äußere Gestalt bei Beibehaltung des kurfürstlichen Grundrisses.
Der Nachfolger Friedrich Wilhelm II. zeigte wenig Interesse am Stadtschloß, dafür um so mehr Königin Luise und Friedrich Wilhelm III., die unter Beseitigung einiger friderizianischer Innenraumdekorationen Staatszimmer und eine Wohnung einrichten ließen. In einem der Gästezimmer übernachtete Zar Alexander I. 1805 und ein Jahr später Napoleon. Gern wohnte hier auch Friedrich Wilhelm IV. in einer eher bescheidenen Wohnung. Bis 1918 wurde das Schloß dann nur noch gelegendich von Mitgliedern des Königshauses genutzt.
Die Eingangsseite des Schlosses mit dem aus Anlaß der Königskrönung 1701 errichteten Fortunaportal bildete die Südseite am Alten Markt, der durch Rathaus und Nikolaikirche die beiden anderen wichtigen architektonischen Akzente erhielt. Der Obelisk, ein königliches Zeichen, faßte alles zusammen. Der Alte Markt wurde mit diesem baulichen Dreigestirn das administrative, geistige und künstlerische Zentrum Potsdams. Erst wenn man sich dieses bewußt macht, wird der Verlust deutlich, den die Beseitigung des Stadtschlosses gebracht hat. Damit war ein historisch gewachsenes