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Vorwort der Herasusgeber
Das Paneuropaische Picknick wurde im Laufe der vergangenen Jahrzehnte auch außerhalb Ungarns zu einem historischen Begriff, an den die Initiatoren und Organisatoren der Veranstaltung im Sommer 1989 wohl kaum gedacht haben konnten. Die Zusammenkunft bei Sopron machte die Bestrebungen zum Abbau des Eisernen Vorhangs, der das Europa des Kalten Krieges in zwei Teile spaltete und versuchte, die natijrlichen Kontakte zwischen Ländern und Völkern künstlich zu trennen, irreversibel Ein gesellschaftliches Treffen an der Grenze - heute spricht man von einer Volksinitiative - generierte nicht nur die „Flucht in die Freiheit" der sich damals in Ungarn aufhaltenden ostdeutschen Bürger, sondern auch den Fall der Berliner Mauer, die einen Teil der deutschen Nation jahrzehntelang in Quarantäne sperrte. An dieses Ereignis wird seitdem in Sopron von Jahr zu Jahr erinnert. An runden Jahrestagen sind die Treffen in der Regel stärker besucht, wobei sich auch die teilnehmenden Zeitgenossen und Repräsentanten der Politik wieder treffen. In den dazwischenliegenden Jahren ist die Erinnerung familiärer und weniger protokollar.
Aber auch die Erinnerung hat unterschiedliche Formen, Zeremonien und Riten. Im August 2009 - zum 20. Jubiläum des Paneuropäischen Picknicks - handelte eine internationale Konferenz von den Geschehnissen. Neben den Erinnerungen derjenigen, die die Geschehnisse durchlebt hatten, folgten auch analysierende wissenschaftliche Vorträge. Dies wurde dadurch möglich, dass die Masse der Akten, die damals einzelne Details der Ereignisse festhielten, mittlerweile nicht nur in Budapest, sondern auch in Berlin, Washington und London der Forschung zugänglich gemacht wurden. Dies bedeutete, dass der Ertrag der historischen Forschung sowohl den