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HOHER ANNINGER: FÜHRER LUKAN
»Man fühlt sich so heimisch, so wohl in diesen Gründen, ein ganz eigenes Gefühl der Behaglichkeit und Zufriedenheit beschleicht die Seele, und Eindrücke dieser Art sind es ja, welche die bleibendsten und theuersten Erinnerungen im Gemüthe des fühlenden Menschen zurücklassen.«
Der Topograph F. C. Weidmann im fahre 1823 über den Wienerwald
Viele Jahre war ich im Führerausschuß des »Österreichischen Ge-birgsVereins«, führte schwierige Klettertouren auf Rax und Schneeberg und vom Gesäuse bis zu den Dolomiten. Bei den Sitzungen wurden natürlich auch Wienerwaldführungen festgelegt, und die älteren Herren nannten da Berge, von denen ich noch nie in meinem Leben gehört hatte Saubichl und Kuhberg, Totenköpfl und Ei-gerin
Einmal wollte ich im Spätherbst (Sauregurkenzeit für einen Kletterer) auch so eine Wienerwaldführung übernehmen. Aber der Führerobmann war davon nicht sehr begeistert. Er meinte, daß eine Wienerwaldführung doch etwas sehr Subtiles sei. Man muß die Leute ja nicht nur irgendwo hinführen, sondern ihnen auch etwas erzählen können, muß über Fauna und Flora, über Kunst und Kulturdenkmäler Bescheid wissen »Glaubts, derpackt das schon unser junger Kamerad?« fragte er das Forum. Die Herren nickten zustimmend. Ich durfte also von Mödling auf den Hohen Anninger (wie man ihn damals noch nannte) führen.
Bei dieser Führung brauchte ich nichts zu erzählen, das besorgte einer der Teilnehmer, ein schon weißhaariger Herr: Von Mödling bis zum Anningergipfel und vom Anningergipfel bis nach Mödling zurück erzählte er »Geschichten aus dem Wienerwald«.
Ich fand sie so interessant, daß auch ich begann, zu sammeln alte Berichte und moderne Fakten, Kurioses, Amüsantes, oft Unglaubliches
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