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Landschaft und Geschichte PergamonsIn der Weiträumigkeit des westlichen Küstenlandes Kleinasiens, etwa 28 km vom Ägäischen Meere entfernt, der Insel Lesbos gegenüber, erstreckt sich, von Süden nach Norden ansteigend, der Burgberg von Pergamon (Abb. 1). Der 300 m hohe Hügel wird im Westen und Osten von je einem schmalen Flüßchen umspült, dem Selinus und Ketios, die in südlicher Richtung das Tal durchziehen und im Kaikosflusse münden. Von der einst blühenden hellenistischen Residenz Pergamon, deren gewaltige, auf weiten Terrassenanlagen errichtete Bauwerke sich auf dem Hang und der Höhe des Burgberges erhoben, künden heute an dieser Stelle nur noch Fundamentreste, Ruinen und verstreute Architekturglieder, die, von Gebüsch und Gras umwachsen, im strahlenden Lichte der Sonne den Freund und Erforscher antiker Kultur dennoch in eine weihevoll andächtige Stimmung versetzen. Die am Fuße des Burgberges im Südwesten sich ausbreitende spätere römische Standtanlage wird durch die heutige türkische Stadt Bergana eingenommen, die etwa 110 km nördlich von Izmir, dem alten Smyrna, liegt.Bereits im 7. Jahrhundert v. u. Z. befanden sich, wie es Scherben von Tongefäßen erkennen lassen, auf dem Burgberg von Pergamon menschliche Siedlungen, über die Frühzeit von Pergamon wissen wir jedoch nur wenig, und auch in jenen Jahrhunderten, in denen das griechische Mutterland die große Zeit der Klassik erlebte, blieb Pergamon noch in