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DER DOGENPALAST IN VENEDIGET S GIBT Bauten, die wegen der Mannigfaltigkeit ihres Aussehens und der lebendigen Erinnerungen, die sieaus der J heimlichen Tiefe der Jahrhunderte hervorrufen, eine Art heroische Begeisterung in uns erregen.Keiner ist wohl prächtiger, besonders für unser wiedererwachtes Machtbewusstsein, als der Dogenpalast in Venedig; es ist der herrlichste Königspalast, den die menschliche Phantasie verwirklicht hat. Als Sitz der Regierung jener Republik, die den italienischen Namen über die Meere des Morgenlandes trug, spiegelt er ihre Macht und Schöpferkraft wieder und stellt eine der höchsten Geistestaten des Volkes dar.DIE FASSADENDie erste Wohnung der Dogen neben der Mole von St. Markus führt uns zum IX. Jahrh. zurück^ in dem der ursprüngliche Sitz von Malamocco als unsicher zu erscheinen begann. Von diesem ersten Bau haben wir aber keine sicheren Reste; man kann annehmen^ dass er nach dem Brauch der Zeit Schlossform hatte, und man glaubt, einen der alten Türme in der Ecke des Gebäudes zwischen der Basilika und dem Palaste erkennen zu können, wie auch den Kern der alten Festung in den Mauern des sogenannten Arco Foscari und des Monumentes für den Herzog von Urbino in dem jetzigen Hofe. Auch von den darauffolgenden Wiederherstellungen und Bauten (Jahr 976, 1106,1177, u. s. w.) bleibt keine Spur übrig.Von dem Dogenpalaste, so wie wir ihn jetzt sehen, wurde die der Lagune zugewandte Front während der zweiten Hälfte des XIV. Jahrh. gebaut; die Front an der Piazzetta wurde um die Mitte des XV. Jahrh. und die Seite nach dem Kanal zu Ende des XV. und im Anfang des XVL Jahrh. errichtet.Vielleicht waren die architektonischen Linien an der Lagunenfront schon um die Mitte des XIV. Jahrh. seit der Erweiterung des Saales des grossen Rats so festgelegt, wie wir sie jetzt sehen. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass die Verzierungen der Wölbungen und der Fenster, im herrlichsten