Bővebb ismertető
Der Besucher Dresdens, der die Augustusstrajie, einen der Haupttouristenwege der Stadl, durchschreitet, kann sich der aufierordentlichen Wirkung des durch seine Gröjíe und dekorative Dtirchgestalrung beeindruckenden Fürstenzuges nicht entziehen. Er wird sich fragen, aus welchem Anlafi gerade an dieser Stelle das monumentale Werk geschaffen wurde und welcher Rang ihm innerlialb des baukünstlerischen Erbes der Sladt heute eingeraumt wird. In der Weck'schen Chronik zur Geschichte und Topographie der Stadt Dresden findet man aus dem Jahre 1680 einen Kupferstich (Abb. 1) mit der isometrischen Darstellung des Stallhofgebietes. Im Vordergrund zeigt er die nördliche Wand des Langen Ganges, die heute das Wandbild des Fürstenzuges trágt. Man erkennt zwischen den auch jetzt noch vorhandenen Fensterpaaren figürtiche Szenen, darunter einen langen Reiterzug, der sich nicht nur am Langen Gang, sondern weiter entlang der OstJ'assade des Stallhofgebáudes, des heutigen Johanneums, bewegt. Diese zusammen mit einer illusionistischen Rustika-Architektur des Sockel-Geschosses die Gebaude vollstandig bedeckende monumentale Dekoration war 1589 in Kalkfarbenmalerei á la sgraffito vermutlich von Zacharias Wehme und der Werkstatt Heinrich Gödings geschaffen worden, fiel nach anfanglichen Instandsetzungen im Laufe der Jahrhunderte immer mehr den Witterungseinflüssen zum Opfer und war im 19. Jahrhundert schliefilich nicht mehr vorhanden. 1870 wurde der Beschlufi gefafit, die über 100 m lange kahle Wand gegenüber dem Brühlschen Palais, an dessen Stelle heute das Gebaude des ehemaligen Sáchsischen Landtages steht, wieder