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VORWORT
N'icht ohne Bangen übergebe ich dies Büchlein der Öffentlichkeit. Ist es mir doch bei der Vorbereitung desselben immer mehr bewußt geworden, daß eine auch nur halbwegs erschöpfende Monographie über die Stefanskirche nicht die Arbeit weniger Monate, sondern die eines ganzen Lebens sein müßte. Ein solch tief schürfendes Werk ist aber in der vorliegenden Schrift von vornherein nicht beabsichtigt gewesen. Es sollte vielmehr, einem vielfach empfundenen Bedürfnisse entsprechend und um die Hilfsquellen des unter den heutigen Verhältnissen mit den schwersten finanziellen Sorgen kämpfenden Dombauvereines womöglich zu stärken, ein handliches Büchlein geschaffen werden, das, reich illustriert, die Aufmerksamkeit weiter Kreise auf das altehrwürdige Gotteshaus zu lenken vermöchte. Neben dem — notwendigerweise sich auf die wichtigsten tatsächlichen Angaben beschränkenden — „Führer durch die Stefanskirche"* will diese Arbeit eine kunstgeschichtliche Würdigung auf Grund der neueren Literatur über St. Stefan bringen, um so dem Einheimischen wie dem Zugereisten in knappen Zügen einen Leitfaden zum Verständnisse der Entstehung und Bedeutung, wie zum Genüsse der Schönheit des altberühmten Domes zu bieten.
Hiebei wurden vornehmUch folgende Materialien benutzt: Franz Tschischka, 'Die Metropolitankirche von St. Stefan in Wien, 1843; A. R. von Perger, Der Dom zu St. Stefan in Wien, 1854; Ludwig Donin, Der Stefansdom und seine Geschichte, Wien 1873; Guglia, Wien, ein Führer durch Stadt und Umgebung, 1908; A. Schnerich, Wiener Kirchen, 1921; Karl Weiss, Alt- und Neu-Wien, 1865; Kralik und Schiitter, Wien, Geschichte der Kaiserstadt, 1912; A. 11g, Kunstgeschichtliche Charakterbilder, 1893; O. von Leixner, Der Stefansdom zu Wien, Zeitschrift für Baukunde, 1902; Heinrich Swoboda, Zur Lösung der Riesentorfrage, 1902; Josef Mantuani, Das Riesentor zu St. Stefan,
* „Führer durch die Stefanskirche in Wien" von Sigismund L. Herzmansky, Wien 1919.