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GESCHICHTE UND DEUTUNGÄltere Festbauten zwischen Schloß und Wall. Zwischen dem kurfürstlichen Schloß und den die Stadt im Westen abschließenden Festungsanlagen, die Rochus von Lynar 1569 bis 1574 errichtet hatte, lag ein für die bürgerlichen Wohnquartiere nicht benutzter weiter Raum. Er war kurfürstlicher Besitz und wurde bis 1738 für die verschiedenen Vergnügungen des Hofes genutzt. Damals ließen sich dort italienische Maurer und Steinmetzen nieder, die am Bau der Hofkirche beschäftigt waren. Im Norden standen, vor dem Schlosse westlich der Brücke, bis zu dem durch den Hofkirchenbau notwendig gewordenen Abbruch im Jahre 1737 eine Reihe von Wirtschaftsgebäuden, darunter die 1556 errichtete alte Münze. Den weiten Platz südlich der Elbe begrenzte nordwestlich die Elbbastion Sol mit einem Ausfall nach der Weißeritz. Sie ist 1819 abgerissen worden, und an ihre Stelle trat der Bau des Hotel Bellevue. Im Südwesten der Stadt lag die Bastion Luna auf dem hohen Walle mit der Scharfen Ecke" und dem anschließenden, parallel zur Elbe verlaufenden Stück Festungsmauer.Innerhalb dieses Raumes wuchsen seit der zweiten Hälfte des 16. und während des 17. Jahrhunderts die Gebäude für die Festlichkeiten und Spiele des kurfürstlichen Hofes. Einen Eindruck von den Bauten des 17. Jahrhunderts können wir nur noch durch zeitgenössische Stiche gewinnen, die den Chroniken beigegeben wurden; die Bauwerke selbst sind verschwunden. Als Architekten wirkten hier vor allem Wolf Caspar von Klengel, der Vollender des Hausmannsturmes auf dem Schlosse, eines der Wahrzeichen der Elbsilhouette, sowie des Grünen Tores, und Johann Georg Starcke, der Erbauer des kostbaren frühbarocken Palais im Großen Garten. Vom Umfang der Bauwerke, die auf diesem Raum entstanden und wieder abgerissen wurden, vermögen wir schon durch ihre Aufzählung einen ungefähren Begriff zu gewinnen. 1664 bis 1667 erstand gleich neben dem Schlosse das Komödienhaus, der erste feste Theaterbau in Norddeutschland. Es folgten 1668/69 das Ballhaus, 1672/73 das Schießhaus, 1677/78 das Reithaus und 1691 das Redoutenhaus. 1709 erschien Augusts Vetter, der dänische König Friedrich IV., als Verbündeter in Dresden. Der siegreich beendete Nordische Krieg, die wiedergewonnene polnische Königskrone gaben Veranlassung genug zu Festlichkeiten besonderer Größe. Um diesen Feiern einen würdigen Rahmen zu geben, befahl August der Starke seinem