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Joachim Preuß - Die altmärkische Gruppe der Tiefstichkeramik [antikvár]

Die altmärkische Gruppe der Tiefstichkeramik [antikvár]

Joachim Preuß

 
Vorwort Die Entwicklung für einen wichtigen Abschnitt des Neolithikums wird sowohl im Elbe-Saale-Gebiet als auch im nördliclion Mitteleuropa und in Südskandinavien von der Trichterbedierkultur bestimmt. Innerhalb dieses großräumigen Kullurkomplexes lassen sich lokal geprägte archäologische Gruppen aussondern, die miteinander in Beziehung gestanden haben. Untersdiiedliche Ausgangspositionen in der Frühphase der Trichterbedierkultur und mannigfaltige äußere Einflüsse im Verlaufe ihrer Entwicklung haben diese Vielfalt von Gruppen...
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Vorwort Die Entwicklung für einen wichtigen Abschnitt des Neolithikums wird sowohl im Elbe-Saale-Gebiet als auch im nördliclion Mitteleuropa und in Südskandinavien von der Trichterbedierkultur bestimmt. Innerhalb dieses großräumigen Kullurkomplexes lassen sich lokal geprägte archäologische Gruppen aussondern, die miteinander in Beziehung gestanden haben. Untersdiiedliche Ausgangspositionen in der Frühphase der Trichterbedierkultur und mannigfaltige äußere Einflüsse im Verlaufe ihrer Entwicklung haben diese Vielfalt von Gruppen hervorgebracht. In vorliegender Arbeit wird versucht, die Verhältnisse im mittleren Elbegebiet mit denen in Norddeutschland und Südskandinavien innerhalb eines kurzen Zeitabschnittes in Verbindung zu bringen. Auf die dabei zu überwindenden Schwierigkeiten wird im einleitenden Kapitel eingegangen. Eine Schlüsselstellung bei diesem Vorhaben nimmt die altmärkische Gruppe der Tiefstichkeramik ein; sie schlägt sowohl kulturell als audi geographisch eine Brücke zwischen Mittel- und Nordeuropa. Im Gegensatz zu fast allen übrigen neolithisdien Kulturen oder Gruppen unseres Arbeitsgebietes wurde die Tiefstichkeramik bisher noch nicht zusammenfassend bearbeitet. Eine eingehende Behandlung der Tiefstichkeramik ist aber eine unbedingte Voraussetzung, um der eingangs erwähnten Aufgabenstellung gerecht werden zu können. Die Aufarbeitung der Tiefstichkeramik für das mittlere Elbegebiet -(vurde auch notwendig, da alle anderen Lokalgruppen der Tiefstidikeramik, so in Nord-westdeut«chland und in den Niederlanden (Dehnke 1940; Knöll 1959; Bakker 1973), in Sdileswig-Hol-stein (Langenheim 1935; Hoika 1970) und Medi-lenburg (Nilius 1971), inzwischen behandelt worden sind. Mit der vorliegenden Arbeit soll diese Lücke wenigstens teilweise geschlossen werden. Eine allseitige Beschreibung dieser ardiäologisdien Gruppe war von vornherein nicht möglich, denn für die Beantwortung vieler Fragen reidit die Quellengrundlage noch nicht aus, dazu müßten vor allem die Megalithgräber vollständig aufgenommen und ausgewertet werden. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Erfassung und Aufarbeitung des keramischen Bestandes, während andere Quellengaltungen nur begrenzt herangezogen werden konnten. Das Fundmaterial aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein müßte, in stärkerem Maße als mir dies gegenwärtig möglich war, berücksichtigt werden. Wichtige Befunde dieser zum Verbreitungsgebiet der mittelelbischen Tiefstidikeramik gehörenden Landschaften wurden in die Auswertung einbezogen. Die an sich ungünstige Quellenlage zur Tiefstidikeramik in unserem Arbeitsgebiet konnte durch Ausgrabungen im Haldenslebener Forst verbessert werden. Die Befunde und Funde dieser mehrjährigen Ausgrabungen von Großsteingräbem wurden gesondert publiziert (Preuß 1973). Die Benennung der hier näher zu untersuchenden archäologischen Gruppe wechselte sehr häufig. P. Kupka (1915/24, S. 364 ff.) besdiäftigte sidb als erster eingehender mit dieser, dem Walternienburger Horizont vorausgehenden tiefstidikeramisdien Gruppe. Er führte die Bezeichnung Langgrabware bzw. Langgrabkeramik ein, die von ihm später in Anlehnung an K. H. Jacob-Friesen (1936, S. 12) in Langdolmenware bzw. Langdolmenkeramik umgeändert wrde (Kupka 1938, S. 3). Da diese Keramik aber nicht ausschließlich mit Megalithgräbem verknüpft werden kann, schlug H. Schroller (1932, S. 34) vor, sie mit dem Terminus mitteldeutsche Tiefstichkeramik vom Eutritzscher Typ zu versehen. Die Bezeichnung Alttiefstichkeramik geht — soweit ich feststellen konnte — auf den Versuch R. Dehnkes (1940, S. 139 ff.) zurück, durdi eine entsprechende Namensgebung sowohl die Zeitstellung als auch den geographischen Raum bei einer Stufeneinteilung zu berücksichtigen. So führte er folgende Benennungen für seine drei chronologischen Gruppen ein: norddeutsche ;Uttiefstiditonware, jüngere niederdeutsche Tiefstichtonware und jüngste osthannoversche Tiefstiditon-ware bzw. jüngste westniederdeutsche Tiefstichtonware. In einem foi-sdiungsgesdiiditlidi wichtigen Aufsatz greift P. Grimm (1940, S. 395, Anm. 1 a, 2) R. Dehnkes Vorschlag auf und verwendet die Bezeidinung norddeutsdie Alttiefstiditonware neben dem Terminus Altmegalithkeramik. Da die Tiefstichkeramik der Altmark im wesentlichen unter der von R. Dehnke herausgearbeiteten Gruppe I vergleichbare Paralle-

Termékadatok

Cím: Die altmärkische Gruppe der Tiefstichkeramik [antikvár]
Szerző: Joachim Preuß
Kiadó: VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften
Kötés: Vászon
Méret: 220 mm x 300 mm
Joachim Preuß művei
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