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Adrián Ludwig Richter (1803-1884): Die Basteifelsen bei Rathcn. KupferstichZMe djtoeís uoc bee f>nu6tűceAlle Schweizer, welche die hiesige Gegend besucht habén, versichern, daft sie mit den schweize-risdien Gegenden sehr viel Ahnlidikeit habe (Wilhelm Leberecht Götzinger im Jahre i?86)Was brucht das Sachse Schwyzerland Bis dafí es is e Vaterland Was brucht die Sachse Schwyz? E weni höhere Flüeh (Berge), E weni feissere Chüeh (fettere Kühe),E Rhyfall (Rheinfall) un e Thunersee Un eppen nu (dazu noch) e hampfle Schnee Das brudit die Sachse Schwyz.(Eintragungeines echtenHelvetiers indás Fremden-buch der Bastei im Jahre 1 822)Eines Tages kani sie, erregt und fröhlich, mit einem aufgeschlagenen Buch in der Hand. Jetzt weifi ich, was du anziehen muík", sagte sie. Was, wann anziehen?"Fahren wir náchste "Woche in die Schweiz oder nicht?"Ich denke, ja." Wenn ein Dresdner von der Schweiz" spricht, meint er nur in den allerseltensten Fallen Davos oder St. Moritz. Gewöhnlich meint er die Schweiz vor seiner Haustüre, die Sáchsische.Ich les' dir's vor. ,Die Kleidung sei bequem und anstandig. Man suche dabei, soviel als möglich, alles Auffallende, Auszeidinende und Sonderbare zu vermeiden. Ein ganzkurzer Leibrock oder Frack von beliebiger, nur nicht zu dunkler, am besten melierter Farbe Ich hab' doch keinen melierten Frack Dann wird sich der Herr einen beim Schneider bestellen müssen."Der Herr wird wie war das? alles Auffallende und Sonderbare vermeiden undseine kurze Hose anziehen. Bequem und anstándig. Von wann ist denn diese Emp-fehlung?"Vom Jahre 1805. Es geht noch weiter. ,Endlich rate ich auch, nicht ohne Handschuhe zu reisen, um die Hánde, die besonders auf Fuíkouren leicht von Sonnenbrand, Staub und Schweifí leiden, gut zu conservieren, teils auch, weil manche Wirte von der Be-schaffenheit der Hande auf den Stand der Reisenden sdiliefíen und danach ihr Be-tragen einzurichten pflegen Ich sah aufmerksam auf meine Fingernágel. 1805 war es noch ziemlich neu, daL man nach der Sáchsischen Schweiz reiste und in dem Landchen der Schiffer, Schiffszieher, Steinbrecher, Fischer, Waldarbeiter und Bergbauern Geld unter die Leute brachte. Alle profitierten von den Fremden. Die einen führten für ein Trinkgeld die Besucher, sie trugen ihnen das Gepack nach oder schleppten áltere, beleibte Damen in Trag-sesseln auf den Basteifelsen oder auf den Kuhstall; die anderen, die Anno 1805 noch dilettantisch nach dem Zustand der Hande die Preise taxiért hatten, brachten es bald zu gröfíeren Fertigkeiten, und ihre Enkel waren hundert Jahre spáter Hotelbesitzer, Aktionáre, Mánner mit groísen Vermögen und noch gröfíeren Plánén. Frack und Handschuhe Wir hatten, meist gemeinsam, allerlei alte Bücher über die Sáchsische Schweiz gelesen oder wenigstens in ihnen gebláttert, hatten romantische Zeichnungen oder Stiche gesehen, dabei waren uns Vergnügen und Belehrung eins ge-worden. Und jetzt schien die Sonne durch die Gardinen, warm und werbend. Ich habe", erklárte sie weiter, eine Idee." Wie um die Unwiderlegbarkeit ihrer Idee von vornherein zu bekraftigen, klappte sie ihr Buch, die Fufíwanderungen durch Sachsen und dessen romantische Schweizergegenden", mit einer kecken und knappén Handbewegung zu und sagte: Das Iáik mich nicht los. Da sind sie vor hundert-fünfzig oder mehr Jahren zum ersten Male durch die ,Schweiz' gewandert, Künstler, Schriftsteller, Pastoren, Heimatfreunde, und habén aufgeschrieben und habén ge-zeichnet, was sie sahen, was sie empfanden. Und wie sie es empfanden. Wenn wir dies-mal fahren, sollten wir ein paar von diesen Biichern in die Tasche stecken und manch-mal den altén Wanderwegen ein Stück nachgehen."