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der prunksaal der bibliothek
Eine der schönsten Denkmalbibliotheken Ungarns ist die in dem ehemaligen Festetics'schen Schloss aufbewahrte Sammlung, die Bibliothek des einstigen Fideikomisses der Familie Festetics. Sie ist hauptsächlich deshalb von Bedeutung, weil sie die einzige unter den vor Jahrhunderten durch den ungarischen Hochadel gegründeten Privatbibliotheken ist, die sich nach dem zweiten Weltkrieg mit ihrem ursprünglichen Bestand und Zeitgenössischer Einrichtung erhalten hat. Im XVIII. Jahrhundert war im allgemeinen die prachtvoll eingerichtete Saalbibliothek ein organischer Bestandteil der im Barockstil gebauten Schlösser des Hochadels. Unter den zahlreichen Schlössern waren jedoch nur wenige, in denen wirklich bedeutende, dem Gemeinwohl dienende Büchersammlungen entstanden sind. Im Schloss von Keszthely brachte erst — nach sieben Generationen — der Anfang des XIX. Jahrhunderts diesen wirklich beachtlichen Erfolg hervor, wodurch der Name der Familie Festetics in die ungarische Kulturgeschichte einzog.
Die älteste bekannte Aufzeichnung über die Bibliothek Festetics stammt aus dem Jahre 1745. Laut dieser wurde die bereits damals 200() Bände umfassende Sammlimg in den um diese Zeit erbauten
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