Bővebb ismertető
Reiseziel HiddenseeHiddensee ist eine wirkliche Insel. Das Festland hat sie noch nicht mit einer Brücke an sich geschmiedet. Wie ein kleines Land für sich liegt sie mitten im Meere.Wer die Insel zum Ziel seiner Urlaubsreise gewählt hat, findet sich eines Tages auf einem Schiff der Weißen Flotte in ein buntes Gewirr von Menschen, Koffern, Bademänteln, Gummibällen und anderem Strandspielzeug hineinversetzt.Noch hält der Stralsunder Kai das bis zum Uberquellen beladene Fahrzeug fest, da endlich verkündet ein un-überhörbares Signal das Ende der Wartezeit. Die Schiffsschraube beginnt, das öligträge Hafenwasser glasig aufzusprudeln, und langsam wendet sich der Bug dem Bodden zu. Im Osten und Westen bleiben flache Küstenstreifen einige Zeit die Begleiter, rechts die Insel Rügen, links das Festland. Ganz allmählich werden die Backsteinhäuser, die hohen Speicher und die alles überragenden Kirchen der Hansestadt kleiner. Es scheint, als suchte die vom Hafen abgelegene Marienkirche unschlüssig einen Platz zwischen den anderen Türmen, denn anfangs sieht man sie östlich der Jakobi-kirche, erst später wandert sie langsam der Mitte zu. Je größer die Entfernung zur Stadt wird, desto deutlicher tritt ihre charakteristische Silhouette hervor. Nachdem das Schiff einen hellen Schaumstreifen durch den engen Strelasund gezogen hat, steuert es nun in die von Bojen flankierte Fahrrinne ein, die genau nach Norden führt. Die Ufer an beiden Seiten weichen zurück, und nach reichlich einer Stunde sieht es so aus, als wollte sich das Festland zur Linken verabschieden. Über Backbord findet der Blick nur Wasser. Mancher Reisende wird nun ein bißchen ungeduldig, weil sein Ziel, die Insel Hiddensee, immer noch nicht sichtbar ist. Doch die Insel liegt bereits gegenüber, nur ist der Süden, der Gellen, sehr flach und fast völlig freivon Busch und Baum. So wird Hiddensee von vielen neuen Gästen erst dann entdeckt, wenn sich der schwarzgrüne Waldstreifen aus dem Wasser erhebt. Dort, wo die kräftige Kontur unversehens abbricht, leuchten weiße Häuschen auf: Plogshagen und Neuendorf Die beiden Dörfer liegen nur knapp über dem Wasserspiegel. Man befürchtet, die blauen Boddenwellen könnten jeden Augenblick über die Türschwellen laufen oder gar über die Fensterbretter in die Stuben schwappen. Hinter den Ortschaften steht über dem Inselstreifen wieder der Wald, und man ahnt vor ihm das flache Weideland, das weiter nördlich in die Dünenheide übergeht.Zur Rechten bringt sich die Insel Rügen erneut in Erinnerung. Der Stolper Haken mit dem Seehof ragt weit in den Schaproder Bodden hinein. Es bleiben zwischen Rügen und der Hiddensee vorgelagerten Fährinsel etwa tausend Meter Abstand. Doch das eingeengte Wasser hat den Kampf aufgenommen. Es preßt sich mit kräftiger Strömung durch die schmale Rinne, den Trog. Selbst in den härtesten Wintern kann an dieser Stelle die Eisdecke ausbleiben. Während das Schiff nun auf Vitte zusteuert, nimmt Hiddensee zum ersten Mal seine neuen Gäste gefangen. Lang streckt sich die schmale meerumspülte Zunge des Flachlandes nach dem Süden, und im großartigen Gegensatz dazu erheben sich im Norden aus dem weiten Blau des Meeres die Hügel des Dornbuschs, die oben von dunklen Bäumen bekränzt sind. An den Fuß dieser Erhebung schmiegt sich wie ein bauschiges Kissen das Blattwerk der Bäume, dazwischen einige Häuser mit blanken Wänden und roten Ziegel- oder stumpfen Schilfdächern, der Ort Kloster. Auf einer der höchsten Kuppen thront mit steifer Würde das Wahrzeichen Hiddensees, der Leuchtturm. Die Fahrrinne führt das Schiff von Vitte noch einmal