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GELEITWORT Die kleine Ortschaft Karnburg, welche ca. 5 km nördlich der Landeshauptstadt Klagenfurt liegt, ist der Allgemeinheit vor allém als Ort der Einsetzung der Kárntner Herzöge bekannt. Dort vermutet man auch den mittelalterlichen Herrschaftsmittelpunkt des Fürstentums Karantanien sowie die im Zugé der Kolonisierung Kárntens durch die Bayern entstandene karolingische Pfalz. Die bisher vorliegenden Grabungsberichte und wissenschaftlichen Publikationen liefíen keine eindeutige Interpretation der Sachlage zu. Im Jahre 2006 wurden von der Abteilung für Provinzialrömische Archáologie und Feldforschung unter der Leitung von Kustos Univ. Doz. Dr. Heimo Dolenz erste Grabungen und Flurreinigungen im Bereich der Umfassungsmauern der Karnburg durchgeführt, welche den schlechten Erhaltungszustand des Mauerwerks ofFensichtlich machten. Eine Erdabdeckung zur Erhaltung der Mauerreste schien als einzige Mafinahme sinnvoll. Durch eine Sonderfinanzierung der Kulturabteilung der Kárntner Landesregierung wurde eine Fortführung der Grabungsarbeiten in den Jahren 2007 bis 2009 ermöglicht, um dieses Areal wissenschaftlich zu erforschen und zu dokumentieren. Die nunmehr vorliegenden Ergebnisse des Forschungsprojekts Karnburg" stellen einen wichtigen Beitrag in der Diskussion um die Bedeutung dieses Ortes für die Geschichte und die damit verbundene Identitát Kárntens dar. Mag. Erich Wappis Direktor des Landesmuseums für Kárnten