Bővebb ismertető
DAS LAND DES ANSTECKENDEN LACHELNS ie rumanische Folklore umfaBt nicht nur Tanze, Musik, Balladen, Erzahlungen, Trotzund Rügelieder, eine au Berordentliche Vielfalt von dekorativen Schöpfungen von bemerkenswertem Geschmack der Formen und Farben - letztere von den geschickten Handen der Dorfmadchen aus wilden Kráutern und Wurzeln bereitet - , vom Bemalen der Ostereier bis zum Schmuck der Trachten aus Wolle, Rohseide, Hanf und Baumwolle; die Folklore umfaBt auch den weiten Umfang der von der Philologie noch nicht erforschten Benennungen von Bergen und Flüssen, Tálern und Örtlichkeiten. Wenn sich die Gelehrten einmal entschlieBen, die didaktischen Umzaunungen zu beseitigen und den Herden jungfraulicher Vokabeln freien Lauf zu lassen auf dem Pfade, der durch Dornen und Disteln fernhin führt, dann werden sie vielleicht, mit dem Geheimnis des Ablaufs und Zusammenhangs der Sprache, auch einen ungeahnten Schatz der Dichtung heben. Und in der Tat, unser Volk besitzt eine besondere Fahigkeit der Synthese in seiner Fertigkeit, Zeitund Eigenschaftswörter in Hauptwörter umzuwandeln und umgekehrt, oder sie unvermittelt in das Wörterverzeichnis der Eigennamen zu versetzen. Von anderen Eigentümlichkeiten abgesehen, die mit diesen Fahigkeiten verbunden sind - und dazu gehören auch Eingebung und Ursprünglichkeit -, müBte man sich mit der Neigung befassen, Benennungen von Ortschaften oft in der Mehrzahlform zu bevorzugen - eine auch im Französischen ziemlich haufige Erscheinung -, denn Pitesti, Ploiesti, Bucuresti, Calarasi, Mehedinti usw. sind Benennungen in der Mehrzahl. Es handeltsich da um eine Chemie, eine Osmose unserer Sprache, die noch nicht hinlanglich erkannt ist und eine Menge schwebender Analogien schafft. Es gibt ganz erstaunliche Aspekte dieser Art von Folklore, die für den Geist ein wahrer GenuB sind. Ein von dem Barden von Mircesti, Alecsandri, herrührender Ausspruch behauptet ohne jede ironische Absicht, der Rumane werde als Dichter geboren. Die Wahrheit ist aber die, daB unser Volk einen reichen Schatz von Volksliedern, Marchen und Sprichwörtern noch aus Zeiten besitzt, als der Bauer weder lesen noch schreiben konnte und Rechnung führte, indem er mit dem Messer, das er aus seinem Wollgürtel oder Ledergurt holté, Kerben ins Holz schnitt. Ich übertreibe durchaus nicht, wenn ich hinzufüge, daB der von der Eingebung und dem Ausdruck seiner im Laufe von Jahrhunderten von Geschlecht zu Geschlecht mündlich überlieferten Literatur erreichte Hochstand kaum von unserer gebildeten Literatur der letzten zwei Jahrhunderte übertroffen wird, die doch immerhin Schriftsteller hervorgebracht hat, welche an Wert