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Das Klostersiegel vom Jahre 1337, aus der Erbauungszeit des gotischen Münsters DIE KLOSTERKIRCHE ZU DOBERAN Die Wiederentdeckung Der englische Arzt William Nugent, der in den Jahren 1765/66 durch Mecklenburg reiste, um Land und Leute kennenzulernen, besuchte auch die ehemalige Klosterkirche in Doberan. Angesichts des 1 aufragenden Münsters schrieb er in sein Reisetagebuch: Die Kirche ist ein ehrwürdiges gotisches Gebáude, hell und geráumig, und kann immer für ein schönes Stück aus der altén Architektur gelten." Ein solches begeistertes Urteil, das besonders die Raumweite und Übersichtlichkeit der Doberaner Kirche hervorhob, konnte in Deutschland zu dieser Zeit noch kaum auf Verstándnis rechnen; hier beherrschte das Rokoko mit seinen spielerischen Formen den Geschmack, wenn sich auch bereits der Frühklassizismus mit seiner Vorliebe für die stille Einfalt und edle Gröfte" der Antiké ankündigte. Noch galten die strengen Proportionen der gotischen Baukunst als barbarisch, und die Liebe zur mittelalterlichen Kunst begann erst mit dem Sturm und Drang, als der junge Goethe die Schönheit des Strafíburger Münsters wiederentdeckte. Doberan war in der zweiten Hálfte des 18. Jahrhunderts ein Flecken mit nur achtzig Einwohnern. Wenig erinnerte daran, daB hier einst eines der gröíken und reichsten Klöster Norddeutschlands gestanden hatte. Die Gebáude der ehemaligen Zisterzienserabtei