Inmitten fruchtbarer Niederungen und dunkler Kiefernwálder liegt etwa drei Kilométer südlich der Autobahn Berlin-Magdeburg das Stádtchen Lehnin. Ungefáhr die gleiche Entfernung trennt es von den benachbarten Stádten Brandenburg und Potsdam. Etwas am Rande der Ortschaft, abgerückt von der Verkehrsstraie, steht die Kirche Beatae Virginis des einstigen ZisterzienserMönchsklosters Lehnin. An die Südseite ihres Querhauses leimen sich noch die erhaltenen Teile der altén Klausur, nördlich und östlich liegen in loser Gruppierung andere...
Inmitten fruchtbarer Niederungen und dunkler Kiefernwálder liegt etwa drei Kilométer südlich der Autobahn Berlin-Magdeburg das Stádtchen Lehnin. Ungefáhr die gleiche Entfernung trennt es von den benachbarten Stádten Brandenburg und Potsdam. Etwas am Rande der Ortschaft, abgerückt von der Verkehrsstraie, steht die Kirche Beatae Virginis des einstigen ZisterzienserMönchsklosters Lehnin. An die Südseite ihres Querhauses leimen sich noch die erhaltenen Teile der altén Klausur, nördlich und östlich liegen in loser Gruppierung andere Klostergebáude. Kurz vor dem Reichstag in Gelnhausen im Jahre 1180, auf dem Heinrichs des Löwen sáchsisches Herzogtum zerschlagen wurde, stiftete Markgraf Ottó I. von Brandenburg, der Sohn und Érbe Albrechts des Bárén, das Marienkloster zu Lehnin in der Zauche. Er wandte sich an das Zisterzienserkloster Sittichenbach bei Eisleben um Qberlassung eines Konventes. Nach den Qberlieferungen des Klosters geschah dies am 4. April. Die Stiftungsurkunde ist nicht erhalten, sie ist wohl mit dem Sittichenbacher Archiv im Bauernkrieg untergegangen. 1182 bestátigte das Generalkapitel in Citeaux die neue Gründung, und nachdem die ersten notdürftigen Bauten errichtet waren, zog 1183 der Konvent unter dem sagenhaften ersten Abt Siebold aus Sittichenbach in das Kloster ein. Nach dem Vorbilde der Apostel folgten dem Abt zwölf Mönche und ebenso viele Laienbrüder. Einer Sage zufolge, die schon Pulkawa von Hradenin, der Geschichtsschreiber Kaiser Karls IV., einer márkischen Chronik entnahm, war Ottó I., ermüdet von der Jagd in den Wáldern der Zauche, unter einer Eiche eingeschlafen. Dem Markgrafen tráumte, eine Hirschkuh greife ihn an und bringe ihn in Lebensgefahr. In seiner Not rief er
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