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Die Länder der Welt und ihre Kulturen [antikvár]

 
HHDie Geographie des amerikanischen KontinentsDer amerikanische Kontinent erstreckt sich als einziger unter den fünf Erdteilen über sämtliche Breitengrade, er reicht von der Arktis bis zur Antarktis und ist im ganzen nur wenig kleiner als der asiatische Kontinent, aber viermal so groß wie Europa. Er vereinigt zwei deutlich unterschiedene Landblöcke, auch Subkontinente genannt: Nordamerika und Südamerika. Das Gebiet, das nach allgemeinem Ubereinkommen Mittelamerika genannt wird, ordnet man Nordamerika zu und betrachtet es als Anhängsel...
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HHDie Geographie des amerikanischen KontinentsDer amerikanische Kontinent erstreckt sich als einziger unter den fünf Erdteilen über sämtliche Breitengrade, er reicht von der Arktis bis zur Antarktis und ist im ganzen nur wenig kleiner als der asiatische Kontinent, aber viermal so groß wie Europa. Er vereinigt zwei deutlich unterschiedene Landblöcke, auch Subkontinente genannt: Nordamerika und Südamerika. Das Gebiet, das nach allgemeinem Ubereinkommen Mittelamerika genannt wird, ordnet man Nordamerika zu und betrachtet es als Anhängsel dieses Subkontinents. Die Landenge von Darien bildet die geographische Grenze zwischen den Subkontinenten. Sie ist kaum breiter als 50 km. Der Pazifik umspült ihre Westküste, der Atlantik ihre Ostküste.Es sind einige geographische Ähnlichkeiten zwischen den beiden Subkontinenten festzustellen. Beide haben einen dreiek-kigen Umriß und sind nördlich breiter als südlich, beide laufen im Süden spitz zu. Die riesigen Waldflächen und zerklüfteten Küsten Alaskas haben ihre geographische Entsprechung im Süden Chiles, also am entgegengesetzten Ende des Erdteiles. Das mediterrane Klima Kaliforniens gleicht dem in Zentralchile. Am Rand dieser beiden Gebiete dehnen sich Trockenflächen aus, die Wüste von Arizona und der Chaco, und schließlich entsprechen sich die mexikanische Hochebene und die Hochebene von Peru. Diese Entsprechungen treten aber vor den Unterschieden in den Hintergrund, die durch die Lage der beiden Subkontinente zwischen den Breitengraden bewirkt werden. Nordamerika hat seine größte Ausdehnung im Bereich der gemäßigten Klimazone, reicht aber auch bis in die arktische Zone, sodaß das Klima dieses Subkontinents weitgehend an das europäische erinnert. Es bietet hier wie in allen gemäßigten Klimazonen der Erde die besten Voraussetzungen für die menschliche Zivilisation. In Südamerika herrscht hingegen vorwiegend tropisches Klima, es ist feucht und heiß bis auf die südlichen Gebiete, die zur gemäßigten Zone gehören, aber nur ein Viertel der Gesamtausdehnung des Subkontinents ausmachen, der seine größte Ausdehnung zwischen dem Äquator und dem südlichen Wendekreis hat, wo unendlich weite Tiefebenen liegen, die bis heute von Urwäldern bedeckt sind, und eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit, verbunden mit hohen Temperaturen, das Leben für den Menschen fast unerträglich macht. Wenn man nun die Position der beiden Subkontinente in bezug auf ihre Ausdehnung in Längsrichtung betrachtet, so sieht man, daß das Festland Nordamerikas fast vollständig westlich des 90. Längengrades liegt, während Südamerika östlich desselben gelegen ist. Lima liegt auf demselben Längengrad wie Washington und der westlichste Punkt Südamerikas liegt auf demselben Längengrad wie Florida. Wenn man Grönland einmal ausschließt, so liegt Nordamerika am weitesten von den Kontinen-ten der Alten Welt entfernt, die auf demselben Breitengrad liegen. Die Ostküste von Brasilien ist hingegen nur 3000 km von der afrikanischen Küste entfernt: das ist nur die Hälfte der Distanz zwischen Lissabon und New York.Stärker als die beschriebenen Ähnlichkeiten und Unterschiede fällt allerdings die strukturelle Identität der Subkontinente ins Gewicht, die schon immer als ein Erdteil angesehen wurden.Aus der Vogelperspektive betrachtet, verläuft die äußerste Nordküste Nordamerikas konkav; um das Beaufort'sche Meer herum liegen die Küsten Alaskas und Nordwestkanadas mit den unzähligen Inseln (wie z.B. Banks, Victoria, Queen Elizabeth, Ellesmere), die die nördliche Verlängerung des Kontinents bilden. Im äußersten Nordwesten erstreckt sich Grönland.Grönland ist die größte Insel der Erde, ihre Oberfläche mißt 2.175.000 km2: Kap Farvel, der südlichste Punkt, hat mit Oslo und Stockholm den Breitengrad gemeinsam, während Kap Morris Jessup der nördlichste Landpunkt der Insel und zugleich der Erde ist. Nur die Südküste Grönlands und einige kleinere Inseln in ihrer Nähe sind bewohnbar, weil sie frei von Eis sind, im ganzen aber lastet auf Grönland ein riesiger Eisblock, der die darunterliegende Erde wie ein Schraubstock zusammenpreßt. Dieser auf Grönland lastende Eispanzer erreicht einen Durchmesser von einigen 100 Metern. Grönland ist eine unermeßlich weite Eiswüste und wird in seiner Ausdehnung nur von der Eisküste der Antarktis übertroffen, die achtmal größer ist. Die wenigen bewohnbaren Gebiete werden von ca. 30.000 Eskimos bevölkert, einem Polarvolk, das aus Westasien stammt. Die Eskimokolonien liegen entlang den Küsten von der Beringstraße bis hin nach Grönland verstreut.Die arktischen Regionen Kanadas - das sind das Baffin-Land und die dazugehörigen Inseln, der Norden von Labrador, die Gebiete im Nordwesten und um den Yukon herum - gehören zu den verlassensten Gebieten der Erde. Lediglich das Gold, das man am Yukom geschürft hat, zog im vergangenen Jahrhundert die Goldsucher an. Die geographische Lage war für Forschungsreisende und Militärs von Interesse: die Engländer suchten hier die berühmte Nord-West-Passage, die für sie den sicheren Weg nach Indien bedeutet hätte, die Amerikaner bauten in dieser Zone Flugzeugbasen, um die Polarrouten kontrol-Auf der Seite rechts: heute in Amerika gesprochene Sprachen und Herkunft der ethnischen Gruppen, die nach der Entdek-kung der Neuen Welt eingewandert sind.

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Cím: Die Länder der Welt und ihre Kulturen [antikvár]
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