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Die Lutherische Stadtkirche in Wien I, Dorotheergasse 18 [antikvár]

 
DIE LUTHERISCHE STADTKIRCHEDER EVANGELISCHEN PFARRGEMEINDE A.B.WIEN-INNERE STADTAm 30. November 1783, dem ersten Adventsonntag, wurde die evangelisch-lutherische Stadtkirche in der Dorotheergasse mit einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht. Diesen Gottesdienst hielt Pfarrer Johann Georg Fock, der durch kaiserliches Dekret vorher zum Superintendenten von Nieder- und Inner-Österreich ernannt wurde, nachdem er von der evangelischen Gemeinde Augsburgischer Confession zum Pfarrer gewählt worden war. Die Gemeinde hatte sich 1782 auf Grund des...
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DIE LUTHERISCHE STADTKIRCHEDER EVANGELISCHEN PFARRGEMEINDE A.B.WIEN-INNERE STADTAm 30. November 1783, dem ersten Adventsonntag, wurde die evangelisch-lutherische Stadtkirche in der Dorotheergasse mit einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht. Diesen Gottesdienst hielt Pfarrer Johann Georg Fock, der durch kaiserliches Dekret vorher zum Superintendenten von Nieder- und Inner-Österreich ernannt wurde, nachdem er von der evangelischen Gemeinde Augsburgischer Confession zum Pfarrer gewählt worden war. Die Gemeinde hatte sich 1782 auf Grund des von Kaiser Joseph II. am 13. Oktober 1781 erlassenen Toleranz-Ediktes gebildet.Johann Georg Fock war vorher Prediger an der dänischen Gesandtschafts-Kapelle, in der wie auch in der schwedischen schon vor dem Toleranzedikt evangelisch-lutherische Gottesdienste gehalten werden konnten, weil sie als exterritorial gegolten haben. Diplomatische Vertreter evangelischer Länder und ihr Personal, privilegierte ausländische Kaufleute, aber auch viele Wiener Bürger gehörten zu den Besuchern dieser Gottesdienste. Die dänische Kapelle schloß ihre Pforten nach der Einweihung der Stadtkirche und übergab unter anderem ihre Abendmahlgeräte, die noch heute in Gebrauch sind.Die Lutherische Stadtkirche war einst die Kirche des Clarissenklosters St. Maria Königin der Engel", das von Elisabeth, der Tochter Kaiser Maximilians II. und Witwe nach König Karl IX. von Frankreich, gestiftet worden war. Unter der Herrschaft Karls IX., eines Sohnes der Katharina von Medici, hatte am 24. August 1572 jene grausige Abschlachtung von mehr als 20.000 Hugenotten stattgefunden, die als Bartholomäusnacht" in die Geschichte eingegangen ist. Karl IX. ist bald darauf in Wahnsinn verfallen und gestorben.Königin Elisabeth kehrte nach Wien zurück und stiftete wohl unter dem Eindruck jener schrecklichen Ereignisse um das Jahr 1580 dieses Kloster, auch Königliches Kloster" oder Königskloster" genannt.Sie hatte hiefur zwei gegenüber der Stallburg, ihrer vorläufigen Residenz, gelegene Liegenschaften erworben: Das ehemals gräflich Salmsche Haus gegenüber der kayserlichen Reit-Schull" (heute Josephsplatz) und das freiherrlich Hofkirchensche Haus in der Bräunerstraße, das mit seinem Garten bis zur Stallburggasse reichte. Hofkirchen war der Besitzer der Herrschaft Vösendorf bei Wien und eine der führenden Gestalten der evangelischen Stände Niederösterreichs. Als in seinem Stadthaus vom Vösen-dorfer Prädikanten Wilhelm Lutz ein evangelischer Gottesdienst gehalten

Termékadatok

Cím: Die Lutherische Stadtkirche in Wien I, Dorotheergasse 18 [antikvár]
Kiadó: Evangelischer Presseverband
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 140 mm x 210 mm
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