Bővebb ismertető
DIE MANUFAKTUR VON HERENDDie Keramik gehört zu den áltesten Chronisten menschlicher Kultur. Das Fundgut mittelalterlicher Siedlungen und die vergilbten Doku-mente der Archive beweisen die Kunstfertigkeit des ungarischen Volkes in diesem uralten Handwerk. Auf Schritt und Tritt finden sich derartige Denkmáler auch im Komitat Veszprém, wo die Ortschaft Herend liegt. Die manufakturelle Keramik dieser Gegend war bahnbrechend für die keramische Industrie und die Porzellankunst Ungarns. Mit Ergriffenheit blattért man in aiten Schriften, die über Geldmangel und den oft verge-blichen Anstrengungen dieser kleinen Werkstátten berichten, von den Sorgen eben, die auch dem Vorgánger der Herender Porzellanfabrik nicht erspart blieben. Das Bestehen dieser Manufaktur ist übrigens be-reits im Jahre 1826 urkundlich nachgewiesen, ihre damalige Tátigkeit knüptte sich an den Namen eines gewissen Vinzenz Stingl aus Sopron-Ödenburg. Vom selben Jahr findet sich folgende Eintragung im Protokoll der Komitatsversammlung von Veszprém: Vincentius Stingl Figulus vei amphorarius Geschirrmacher in posessione Herend." Die kleine Manufaktur erzeugte Steingut im Stil und Geschmack der damaligen Zeiten und versuchte auch die Herstellung von Porzellan. Den Urkunden ist zu entnehmen, daR Stingl in den Jahren 18261830 zur Modernisierung seines Betriebes groBe Anleihen in Anspruch nahm, die sich jedoch als ungenügend erwiesen. Er sah sich schlieRlich gezwun-gen, die Manufaktur an einem seiner Gláubiger, Moritz Fischer, abzu-treten.Das von Fischer nach 1938 investierte Kapital verliehdem Betrieb neuen Aufschwung. Die ersten Porzellanversuche palBten sich dem barocken Geschmack der 40er Jahre an und sehr bald vermochte die Herender Manufaktur in bezúg auf Qualitát und gemalte Ornamentik einwand-freie Waren herzustellen; als das bislang unbekannte Herender Porzellan im Jahre 1842 auf der Ersten Ungarischen Kunsthandwerk-Ausstellung