Bővebb ismertető
Der Sinn und die Aufgaben mineralogisch-lagerstättenkundlicher Sammlungen ergeben sich aus ihrer Bedeutung für die Lehre und Forschung in den Geowissenschaften. Das Verständnis vieler Probleme dieser Wissenschaften basiert auf der Kenntnis der Substanzen, die unsere Erde aufbauen. Auch unter den Bedingungen der wissenschaftlich-technischen Revolution unserer Tage ist das Wissen um die Minerale, ihre Eigenschaften und Ausbildungsformen unerläßliche Grundlage minerologischen Arbeitens. Das Erkennen von Zusammenhängen über eine Lagerstätte anhand ausgewählter Proben vermittelt erste Vorstellungen von den natürlichen Verhältnissen.
Aus diesem Gedanken ergibt sich für die Arbeiten in den Sammlungen die Aufgabe, möglichst alle Minerale einschließlich der neu entdeckten, ihre Varietäten und verschiedenen Fundpunkte zu belegen. Für den Bereich der Lagerstättensammlung bedeutet das, alle Erzproben, Mineralparagenesen, Nebengesteinstypen und Strukturformen zu erfassen. Trotz der immer gegebenen beschränkten Möglichkeiten des Sammeins gegenüber dieser idealen Forderung haben alle größeren Sammlungen den Charakter eines Materialarchivs, das über die Aufgaben im Bereich der Lehre hinaus einen nicht zu unterschätzenden Fundus für die geowissenschaftliche Forschung darstellt. Oft Jahrzehnte oder Jahrhunderte unberührt in den Sammlungen aufbewahrt, wird eine Probe trotz — oder gar wegen — ihres Alters gefragtes Untersuchungsobjekt. Nicht nur in einem solchen Fall entscheidet dann über den Wert einer derartigen Probe die ihr zugehörige schriftliche Dokumentation, die gleich einem Steckbrief alle wesentlichen Einzelheiten wie Fundpunkt, Beschreibung, Datum der Gewinnung usw. enthalten muß. So hat eine solche Sammlung den Charakter einer Bibliothek, in der aber Minerale, Gesteine, Erzproben usw. anstelle von Büchern aufbewahrt, ausgeliehen und ergänzt werden.