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Geschichte und kunstgeschichteDie Peterskirche, Zentrum und Ausdruck der katholischen Welt, umfasst nahezu zweitausend Jahre der Geschichte des Christentums, Am Ort der heutigen Kirche erlitt der heilige Petrus sein Martyrium und hier ist er begraben. Lange Zeit war nur aus dem alten Liber Pon-tificalis bekannt, dass Petrus nahe dem Caligula-und Nerozirkus, wo er hingerichtet worden war, im Jahre 67 n. Chr. beerdigt worden sein soll. Erst Ausgrabungen, seit 1939 unter der heutigen Peterskirche im Gange, haben diese Legende bestätigt. Man fand tief unter dem heutigen Hauptaltar eine einfache Grabaedikula und einen Sarkophag, daneben römische Münzen vom ersten nachchristlichen Jahrhundert, die die Stätte als verehrtes frühchristliches Grab ausweisen. Es war lange nur Mittelpunkt eines Friedhofes. Erst nach der Anerkennung des Christentums, unter Kaiser Konstantin entstand eine monumentale Basilika zu Ehren des Apostelfürsten über dem Grab. Das abschüssige Gelände machte mühsame Erdarbeiten nötig. Der Kaiser selbst legte Hand an und setzte 324 n. Chr. den ersten Stein.Nach einer Weihe durch Papst Silvester 326 n. Chr. waren Bau und erste Ausstattung im Jahre 360 abgeschlossen. Das Aussehen dieser durch die heutige Peterskirche vollkommen verdrängten Baues überliefern die Beschreibungen des Petrus Mallis aus dem 12. Jhdt,. und des Alfaranus aus dem 16. Jhdt, daneben zahlreiche Zeichnungen. Danach lag vor der' Kirche gegen den Platz ein weiter Vorhof, den man durch drei Portale betrat. In der Hofmitte stand ein Säulenbaldachin, darunter, als Brunnen, der im Mittelalter barühmte bronzene Pinienzapfen, der von einem Isistempel stammte und beim Umbau derPeterskirche durch Bramante ins Belvedere geschafft wurde. Im Hof sammelten sich die Pilger. Durch drei Portale betrat mandie fünfschifHge Basilika. In ihrer Vierung erhob sich über zwölf orientalischen, gewundenen Säulen die von Konstantin errichtete Pergola um den Altar über dem Apostelgrab.Vier Porphyrsäulen trugen den Altarbaldachin. In der Konfessio unter dem Altar war das von Konstantin und seiner Tochter Helena gestiftete Goldkreuz, Teil des immensen Kirchenschatzes, dessen Liste das Liber Ponti-ficalis überliefert. Das Apsismosaik stellte Christus, Petrus und Konstantin dar.Die Würde, Heiligkeit der Basilika haben sie in der Zeit der Barbarenstürme lange geschützt Bei der Plünderung Roms durch Alarich, Gänserich und hundert Jahre später durch Totila blieb die Peterskirche verschont. Ja Theoderich besuchte die Kirche feierlich. Unter byzantinischer Herrschaft wurde die Ausschmückung auf die Fassade ausgeweitet. Eine frühe Zeichnung aus dem Kloster Farfa zeigt Christus, die Evangelisten und vierundzwanzig Ältesten. Johannes VII., der griechische Papst, erbaute das nach ihm benannte Oratorium mit seinem einst berühmten Mosaikschmuck neben der Basilika. Erst der Sarazeneneinfall im Jahre 846 machte eine Ummauerung des Bezirks um Sankt Peter nötig.Durch die Krönung Karls des Grossen im Petersdom wuchs der Kirche eine neue Bedeutung für die Kaiser und den Norden zu. Die runde Porphyaplatte, auf der die Krönung vor dem Altar stattfand, ist heute noch in der neuen Peterskirche beim Eingang erhalten. Von einer Bereicherung des Kirchenschatzes abgesehen, ist der Bau3