Bővebb ismertető
Die Schönheit der ungarischen PuBtaDie Schönheit der ungarischen Tiefebene, das Ergötzen an der Landschaft und die daraus erwachsende Freude habén die Dichter der ungarischen Aufklarung des 18. Jahrhunderts entdeckt. György Bessenyei und se in Kreis formulierten als erste über den Nutzen hinaus auch den Wert der ungarischen PuBta. Die Dichtungen dieses weltgewandten, gebildeten Leibgardisten rühmen die Harmonie der Natúr, die biolo-gische und ásthetische Einheit von Landschaft und Vegetation, von Mensch und Tier. Auch die Dichterfreunde Bessenyeis besingen die PuBta der Tiefebene. Husarengeneral Lőrinc Orczy preist sie in seinem Gedicht Zum Ruhme der Csárda von Bugac". Ali das geht Petőfi voraus. Ihr Ein-fluB láBt sich im 19. Jahrhundert an der Naturlyrik Sándor Petőfis ermessen, der manchmal Zeilen oder Gleichnisse von ihnen übernimmt.Diese ásthetischen Werte erfaBte László Mészáros mit der Linse seiner Kamera. Dank seines fotografischen Könnens vermittelt er dem Betrachter seiner Bilder nicht nur das selbstempfundene Ergötzen, er liefert auch Fakten und Informationen über die staunenswert reiche Pflanzen- und Vogelwelt der auf den er-sten flüchtigen Blick eintönig erscheinenden Landschaft. Die argwöhnische Aufmerksamkeit der foto-scheuen Triel, der nach Beute schnappende Graureiher, der diszipliniert geordnete Zug der seit mehr als tausend Jahren in Ungarn beheimateten Wildgánse, das friedlich neben der Mutter liegende rosafar-bene Kálbchen, der mit echtem Besitzerstolz vor seiner aus Dungziegeln errichteten Hütte sitzende Hirtenhund und die in ihrer Urkraft wie ein einheitlicher Block mit bedrohlicher Ruhe schauende Büffelherde - sie alle fügén sich harmonisch in die unvorstellbar schöne Landschaft, die Welt der Mohn-blumenfelder, Federgrasbüschel und Ritterspornwiesen. Und die WassernuBgewáchse, die wie ein Teppich das Wasser der TheiB bedecken! Und die Fata Morgana, die hinter dem einsamen Einödhof eine ganze Stadt vorgaukelt!Beim Durchbláttern dieses Bildbandes genieBen wir natürlich alles in komprimierter Form. Auch die als oberíláchlicher Eindruck vom Zug aus oder im Pkw dahinrasend, vielleicht bei einem Ausflug für wenigen Stunden zusammengetragenen und als Erinnerung abgelegten Erlebnisse können uns die Viel-falt und Schönheit der Landschaft kaum veranschaulichen. Wer einen Vogel beobachten, in einer schein-bar öden Gegend seltene Pflanzen entdecken oder die Bewegung der Rinderherden und Gestüte ver-folgen will, der braucht Zeit und Geduld. Fehlt es an beidem - und wir haushalten tatsáchlich auBerst schlecht damit -, dann sieht alles einförmig grau aus. Die Morgendámmerung, der Sonnenaufgang, ein langsam aufkommender Sturm, das Nestbauen der Vögel - alles erfordert geduldige Beobachtung. Doch gerade die dafür geopferte Zeit ist Stárkung für die Seele. Nehmen wir uns alsó beim Bláttern in diesem Bildband auch Zeit zum Nachdenken und Geduld für eine genaue Betrachtung. Denn der Band ist ein Dokument. Über die ungarische PuBta im Jahre 1998. Möge sie uns so, wie auf den Fotos verewigt, für alle Zeiten erhalten bleiben!István Nemeskürty