Bővebb ismertető
Dieses Buch wurde zunächst für den slowenischen Leser geschrieben; auch der Titel verrät, daß es diesem Leser das Heimatgefühl stärken möchte.Um ehrlich zu sein, ein wenig wird das wohl stimmen. Die Slowenen, die auf einem gut 20 000 km2 großen (oder kleinen) Stückchen Erde in Mitteleuropa leben, in einem Raum, der zwischen den oberen Teil der Adria, die Alpen und Pannonien eingepfercht ist, sind sicherlich das kleinste Volk Europas, dem es schon in der klassischen Zeit der nationalen Umwälzungen, das heißt im 18. und 19. Jahrhundert gelang, seinen Platz an der Sonne zu erkämpfen, sein eigenes Wesen zu identifizieren. Als sie im 6. Jahrhundert aus dem Osten hierherzogen, war ihr Gebiet ungefähr dreimal so groß; doch war dies ein ausgesprochener Durchgangsraum. Schon in uralten Zeiten führten die bedeutendsten Wege von Europa nach dem benachbarten Osten, von Nord nach Süd, vom Westen an den Südausläufern der Alpen vorbei nach Osten und umgekehrt durch diese Landschaft. Deshalb gab es hier unzählige Kriege, das Gebiet schrumpfte beharrlich zusammen; zu staatlicher Eigenständigkeit gelangten die Slowenen schließlich in diesem Jahrhundert mit etwa anderthalb Millionen Seelen daheim, während eine weitere halbe Million durch Armut in alle Winde verstreut war. Es mußten riesige Opfer gebracht werden, unheimliche intellektuelle, moralische und physische Anstrengungen, ein unbeschreibliches, wahnsinniges Bewußtsein aufgebracht werden, damit dieses Volk sich zu einem selbständigen Kultur- und Verwaltungsgebilde konstituieren konnte, das heute als Sozialistische Republik Slowenien im föderativen jugoslawischen Staate besteht. Der bekannte englische Publizist B. Newman schrieb: Es war fast unmöglich, daß dieses zahlenmäßig kleine, von zahlenmäßig starken und habsüchtigen Nachbarn umzingelte Volk seine Freiheit und Unabhängigkeit durch Jahrhunderte hindurch bewahren konnte; die Tatsache, daß solch ein Volk sich nach dem Verlust der Unabhängigkeit mit all seiner nationalen, literarischen und kulturellen Uberlieferung und Eigentümlichkeit erhalten hat, ist das Wunder einer beispiellosen Überlebenskraft." - Doch die unbarmherzige Geschichte und die Geringfügigkeit sind gleichzeitig jener stille Wurm des Zweifels und Mißtrauens, der unmerklich, jedoch unentwegt am Selbstbewußtsein des slowenischen Überlebens nagt: tausend Jahre Niederlagen, Schrumpfen an Land und Seelenzahl - das ist keine Kleinigkeit! Auch ein wenig dieses Wurmes wegen, also, ist dieses Buch entstanden!Und doch war das nicht die Hauptabsicht; die Autoren suchten vor allem eine Art Ausstellung, ein multipliziertes Museum all des Interessantesten, Gewichtigsten, Schönsten, Großartigsten auf slowenischem Boden zu erstellen, mag es sich dabei um ein Werk der Natur oder von Menschenhand handeln. Und davon gibt es (jetzt aber ohne provinzielle Prahlerei!) wirklich nicht wenig! Man bedenke, daß die Alpen in dieses Stückchen Welt hineinragen, Pannonien hineinreicht, daß die Gestade des adriatischen