Bővebb ismertető
Die Kirche des ehemaligen Klosters Stavropoleos, eines der bekanntesten, besterhaltenen, aus-drucksvollsten und ausgeglichensten Baudenkmaler der gesamten rumáni-schen Kunst der ausgehenden Feudalzeit, befindet sich im Herzen der Haupt-stadt, in einem Viertel, in dem fast jeder Winkel die verschiedenen Geschichts-epochen Bukarests heraufbeschwört; ein paar Schritte weiter führte der alte Podul Mogo?oaiei (Mogosoaia-Damm die heutige Calea Victoriei) vorbei, und nicht weitab lag die ehemalige Curtea Domneascá, der Fürstenhof; das Kirchlein wird heute von den neuzeitlichen Bauten schier erdrückt, jedoch von allén Schön-heitsliebenden immer von neuem mit gleicher Bewegtheit und gleichem Ent-zücken wiederentdeckt.Das 18. Jahrhundert, in dessen erste Hálfte die Gründung dieses Bukarester Baudenkmals falit, stellt in der politischen und kulturellen Vergangenheit der Walachei eine Epoche tiefgreifender Umwálzungen dar, die bleibende Spuren hinterlassen sollten. Das durch Herrscher aus den griechischen oder grázisierten Familien Stambuls vertretene türkisch-fanariotische Regime brachte die Moldau und die Walachei an die Schwelle langanhaltenden Ringens zwischen Alt und Neu, zwischen den noch mittelalterlichen Lebensauffassungen und Lebensweisen der rumanischen Gesellschaft und den wenn auch noch widerspruchsvoll und undifferenziert immer fühlbarcr werdenden Einflüssen des westlichen Denkens und der westlichen Kultur, in denen gleichzeitig Nachklánge der Renaissance, rationalistische Ideen und solche der Aufklárung verflochten waren.Constantin Bráncoveanu, dieser prachtliebende Fürst, geschickte Diplomát und unermüdliche Stifter, regierte Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts, genauer gesagt von 1688 bis 1714. Diese Jahre waren durch einen besonderen kulturellen Aufschwung gekennzeichnet, in dem samtliche vorhergehenden Versuche in glánzender Weise in dem, was wir einen Kunststil zu nennen pflegen, ihre Synthese fanden. Die Farbenpracht der Maierei, die komplizierten gemalten oder gemeiBelten Arabesken und die aus den östlichen Gebieten stammenden Schmuckmotive, zusammen mit den Ásopischen Fabeln, den persischen Erzahlungen und den Volksromanen, verflochten sich in der rumanischen Kunst und Kultur der Zeit Bráncoveanus mit den Formen und dem Geiste der Spatrenaissance; diese drangen teils über Transsilvanien teils durch weit