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rasen wir gen Osten! Ein großartiger Anblick folgt: die Pußta, die Hortobágy.Hortobágy, prachtvolle Ebene, du bist Gottes Stirn! Wie viel länger als anderswo ist der Weg, den die Sonne hier zurücklegt. Unermeßlich ist der Horizont und ist wie ein runder Tisch, über den sich die hellblaue Glasglocke des Himmels wölbt, die von keinem Wölkchen getrübte. Ein herrlicher Frühlingstag. Stumm, versonnen sitzt die Urruhe über der Flur Sándor Petőfi: Úti levelek Kerényi Frigyeshez [Reisebriefe an Frigyes Kerényi], 1847Die drei Piaßtalandschaften der Ungarischen Tiefebene: Apaj, Bugac und Hortobágy strahlen mit ihrer scheinbar unendlichen Weite, ihrer Monotonie noch heute eine unfaßbare Ruhe aus. Monotonie? Blicken wir nur vor unsere Füße! In den gezackten Rissen der austrocknenden Niederungen und Sümpfe, in den formenreichen weißen Flecken des alkalischen Bodens können wir viele interessante Entdeckungen machen. Das seien nur Kleinigkeiten? in der Tat. Aber vergessen wir nicht, daß die Schönheiten, Sehenswürdigkeiten und Werte der Pußta bescheiden sind. Wer mit städtischem Hochmut ankommt und aiaßerstande ist, diese winzigen Vibrationen, diese Stimmungen des Augenblicks zu fühlen und wahrzunehmen, der wird mit Sicherheit enttäuscht sein. Ihm wird für immer verborgen bleiben, was dieses große Nichts" so liebenswert macht.Gleichwohl hat die Pußta etwas unfaßbar Erhabenes. Es ist, als würde uns hier das staubkomhafte Wesen unseres menschlichen Daseins bewußt angesichts der Weite, die zwar winzig ist verglichen mit dem Universum, die das Auge dennoch kaum erfassen kann. Stumm, versonnen sitzt die Urruhe über der Flur" können wir mit Sándor Petőfi, dem größten Dichter der Tiefebene, sagen. Dabei war die Geschichte der Pußta durchaus sehr bewegt!Die landnehmenden Ungarn ließen sich Ende des 9. Jahrhunderts in der Tiefebene noch in Auenlandschaft nieder. Sumpfige Wassergebiete wechselten mit undurchdringlichen Schilfdickichten, frischgrüne Waldflecken mit Lößheide. Schriftdokumente berichten von mehr als