Bővebb ismertető
W^^Ijjie Herausgabe eines neuen Buches über die Wartburg bedarf um so mehr der Begründung, als schon Hans von der Gabelentz seine Darstellung 19 31 mit Worten der Rechtfertigung auf den Weg gehen ließ. Diese so sorgsame Schrift soll keinesfalls als überholt abgetan werden, noch auch soll das, was dort mit großer Kenntnis, teils-sogar erstmalig, vorgetragen wurde, einfach nur wiederholt werden. Gewiß - die Forschungsergebnisse jenes Buches bedürfen der Erweiterung, aber sein Wert wird durch die Tatsache verstärkt, daß eine ganze Reihe der dort niedergelegten Vermutungen nunmehr bewiesen werden kann. Allerdings: von der Gabelentz' Buch ist kaum noch erreichbar, seltener noch als die beiden anderen Kompendien, auf die auch diese Arbeit sich stützen darf: das Werk aus dem Verlag Baumgärtel und das Inventarisationswerk von Voß. Jenes ist ein riesiges Werk, schon dem Umfang nach, und auf weiten Strecken überholt; dieses ist von solcher wissenschaftlichen Breite und ebenfalls in vielen Punkten verbesserungsbedürftig, so sehr, daß beide zwar Grundlage bleiben, aber doch nicht als allgemein benutzbar gelten können. Da die drei wesentlichen Wartburgbücher zudem selten und nur für einen allzu engen Kreis erreichbar sind, ist eine Schrift, die der Allgemeinheit dienen kann, erwünscht.Und noch einmal sei des Buches von Hans von der Gabelentz gedacht: Es enthält, mehr oder minder offen ausgesprochen, manches Bedauern über die Wiederherstellung der Burg im 19. Jahrhundert und manchen leisen Wunsch der Verbesserung. Das ist nunmehr zum Teil Wirklichkeit geworden! Die Wiederherstellungsarbeiten an den Bauten der Burg, deren grundlegende Abschnitte zwischen 1952 und 1954 beendet wurden, haben alte Wünsche der Wissenschaft für dieses bedeutende Denkmal erfüllt; Anlaß genug, davon zu berichten und den neuen, dem ursprünglichen Antlitz der Burg näheren Zustand zu untersuchen und bekanntzumachen. Darüber hinaus sollte ein anderer Weg der Betrachtung als bisher eingeschlagen werden: Die Geschichte der Burg einmal als Bauwerk und zum anderen als Denkmal großer wegweisender Taten des deutschen Geisteslebens möchte im geschlossenen geschichtlichen Ablauf geschildert werden. Schließlich war eine kunstwissenschaftliche Betrachtung des Bauwerkes und einzelner seiner Kunstwerke notwendig geworden. Das Buch möchte dabei freilich keinesfalls den Anspruch erheben, für die Wissenschaft geschrieben zu sein, es kommt aber von der Wissenschaft her. Es will die Ergebnisse der Forschung zwar nicht darlegen oder begründen.