Bővebb ismertető
Die sagen- und legendenumwobene Wartburg, die maii als volkstümlichste unter den Tauseiiden Burgen Kronedes Lan-des genannt hat. und das an ihrem FuBe im Tal der Hörscl und Nesse liegende Eisenach bilden mit der reizvollen Gcgend am nordwestlichcn Rancl dcs Thüringer Waldes cinen einzigartigen Dreiklang voti Architcktur, Stadlbaukunst und Landschafl. Mit den reichen Traditionen, deren glanzvoller Bogén sich über ncun Jahrhunderte deutscher Ge-schichte spannt. ist die Wartburg als Residenz der Thüringer Landgrafen und der lieiligen Elisabeth, als Zentrurn der Kultur und Kunst dér Stauferzcit, das mit dem Wirken der Dichter Wolfram von Eschenbach, Heinrich von Veldeke und Walther von der Vogelweide verbunden ist, als Státte der Bi-belübersetzung des Reformators Martin Luther und des Burschénschaftsfcstes von 1817 heute Wahrzeichen herausragender Ereignisse der Ge-schichtc, baukünstlerischcs Monumenl, Gedenk-státte und Museum zugleich. Sie wurde ein bedeu-tendcs Zentrum inlernalionaler Begegnungen und von Fri edens m an i fes ta t ion e n.Als Goethe sich bei seinem ersten Wartburgauf-enthalt 1777 an wunderbaren Naturerlebnissen be-geisterte und beschrieb, wie der Schatten des SchloBberges und Schlosses untén alles linster hall und drüben an den sachten Wánden síeli nocli an-faBt, wie die nackieri I elsspitzen im Monde rőten und die lieblichen Aucn und Táler ferner hinunier und das weite 'l hüririgen hinterwárts dern Dammer mísc.hi, (and er eine verlallenc Anlage vor. I)er romanischc I'alas war ein nüchterner öderKasten . . ., in dessen Innern eine unbeschreibliche Unbehaglichkeit herrscht. Bald einsetzende Bc-strebungen, die Wartburg als Nationalclenkmal zu erhallen, íuhrten zunáchst zu ersten Planungen, dann, vom ErbgroBherzog Carl Alexander gelordért, seit 1838 zu einigen InstandsctzungsmaB-nahmen durch Friedrich Wilhelm Sáltzer, bis seit 1849 unter Leitung von Flugo von Ritgen eine um-fangreiche, erst 1891 beendete Rekonstruktion cr-folgte. Bei seiner Arbeit, einer damals herausragen-den denkmalpflegerischen I -eistung, lieB ersich von dem programmatischen Grundsatz leiten, das Vor-handene zu erhallen, das Fehlende durch Neubau-ten zu ergánzen und das Verschwundene in histori-scher l'reue wiederherzustellen. Nach cinem halben Jahrhundert unzureichender Pflege begann 1952 eine komplexe Rcstaurierung, die 1983 abge-schlossen wurde. Seitdem zeigi sich die Wartburg mii einer neugeschalTenen standigen Ausslellung in faszinicrendem Glanz, in einer umfassend intaktén Form wie zu keinem Zeitpunkt vorher (Titelbild).Nach der Sagc 1067 durch I.udwig den Springer gegründet, entstand sie am Schnitlpunkl wiclitiger HandelsstraBen an strategisch günstigcr Stelle auf cinem 410 m über dem Mecrcsspiegel liegcnden l'V'lsplatcau von ctwa 180 rn Lange und maximai 45 ni Breiie. Ihre organischc Slniktur mit der typi-schcn Gliederung in Vor- und Kernburg bikletc sich im 12. Jahrhundert heraus, als sie zu einer der groliarligstcn 'lerritorialburgen ausgestallet wurde. Wie einige Kaiseiburgcn (Ireiti'irmig, mii dem BergCricd in der Mit le und jc cinem Belest i-gungsturm im Norden und Südcn, kündetc dieWartburg als Hauptresidenz vor allém unter den Landgrafen Ludwig III. und Hcrmann I., die den I'alas bauen lieBen, von der errungenen Machtposi-tion der Ludowinger. Sic beherrschten auch von an-deren máchtigen Burgen aus das Land (Neuen-burg, WeiBensee, Eckartsburg, Grcuzburg), bis mit dem Todc des 1216 zum dcutschen König gewáhl-ten Heinrich Raspc im Jahre 1247 das Gcschlccht erlosch. Im Thüringer Erbfolgekrieg kani die Wartburg in den Bcsitz der Wcttiner. Unter Friedrich dem Frcidigcn wurde sic nach cinem Brand uni 1320 crneuert und im 15. und 16. Jahrhundert be-sonders durch zeitgemáBe Befesiigungen umgestal-tet. Dann, bedeutungslosgeworden und 1741 in den Bcsitz des Herzogs von Sachscn-Weimar übergegan-gen, verfiel sic, bis im 19. Jahrhundert ihre Wiedcr-herstellung erfoigte.Obwohl mchrcrc urspriingliche Bauten und An-lagen fchlen, zeigt die Wartburg ilircn wchrhaflen Charakter bis heute. Der im Miitelalter in den Fels gehaucnc Stcinwég Rihrl über eine Schanze zur Zugbrücke und zum Torhaus, cinem bis 1588 vor-handenen romanischcn l'orturm, von dem aus das nördliche Burgvorfeld gcsichert wurde (Bild 1). Der Torwcg mundet in den malerischcn Hofder Vor-burg, deren Gcbiiude durch die wcchsclnclcn Be-diirfnisse der jeweiligcn Burghcrren olt verandert wurden (Bild 2). Sie bestcht aus dem an das Torhaus angebauten Ritterhaus, der Vogtei mit dem FachwcrkobcrgeschoB, in dem sich die berührnte 1 ,utherstube IxTindet, den spatgotischcn Fachwerk-wehigiingcn an der ()sl- und Westseite, dem Flisa-bcthcngang und dem Margarethengang, sow ic