Bővebb ismertető
ProgrammatischFür wen und wem zuliebe Theatergeschichte und mm gar eine Geschichte der Wiener Oper, unsierer Wiener Oper?, Weiß der Verfasser nicht, daß er einer Welt des schönen Scheins im Nachhinein Wirklichkeit verleihen will? Denn das Wiener Opernspiel war zu allen Zeiten ein Rausch, eine Folge von Festen, eine Flucht vor dem Alltag, Aufstieg in die Wolken, wie er nur an begnadeten Orten geschehen konnte. Nun aber soll registriert, nachgeprüft, verglicbetn werden und die Welt nüchterner Gelehrsamkeit ist etwas anderes, anderes die Welt des trunkenen Enthusiasmus. Nur ein Enthusiast sollte doch Opemgeschichte erzählen dürfen! Getrost, er ist da. Aber wieiß er nicht, dieser Enthusiast, daß die Historiker noch bei den Vorarbeiten halten", daß es keine gelehrte Geschichte der Musikstadt Wien und erst seit dem letzten Jahrzehnt ein paar gelehrte Surrogate gibt? Vielleicht kümmert solche Geschichte gar niemand, vielleicht ist das ein Unterfangen eben nur für Leute vom Ba(u und der Leser ließe besser seine Hand von dem Buch? Hat der Verfasser das alles bedacht?Er weiß, er weiß. Hofft aber trotzdem, auch Gelehrten und Kennern seine Wiener Opemgeschichte in dieser kurzen Fassimg anbieten zu können und es ist ihm hoffentlich niemand böse, wenn es derart geschieht, daß jedermann daa Buch lesen kann. Das ist nämlich der Sinn: meine Geschichte der Wiener Oper möchte jedem verständlich sein. Die vielberedete Tradition soll kein leeres oder gar würdevoll-dun?(-mes Wort bleiben. Es soll jeder wissen, woher der Geist weht, der ihn in unserem schönen Opernhaus umfängt. Er soll davon, als ein Stück Publikum, ehrfürchtig-bescheiden und damit erst kunstbereit werden. Er soll es sich abgewöhnen, jenes lächerliche Ja, damals!" nachzuschwätzen. Wir wissen zumeist gar nicht, wie es damals" im Vergleich zu heute war. Alles, was wir wissen, ist, daß es in Wien seit Jahrhunderten Schönes vmd Großes gegeben hat, und daß es auch jetzt, in bösen Zeiten, oft noch Schönes imd