Bővebb ismertető
Einen herzlichen Gruß dem Betrachter dieses Bildbandes, der den Gast, Freundoder Bürger Dresdens näher mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunftdieser mehr als 760 Jahre alten Stadt vertraut machen soll. Blättern wir deshalb einwenig in vergilbten Chroniken, machen wir uns mit gegenwärtigen Problemenbekannt, und werfen wir einen Blick in kühne Pläne der künftigen EntwicklungDresdens!Dresden - eingebettet in das Tal des Elbstroms - ist im Gegensatz zu manchanderer Stadt in der Welt kaum besungen worden und doch sind uns Wortebedeutender Humanisten überliefert, die seine Schönheit preisen. Johann GottfriedHerder nannte Dresden das deutsche Florenz, und der greise Dichter GerhartHauptmann, der 1945 die Zerstörung Dresdens durch englische und amerikanischeFlugzeuge erlebte, nannte es einen heiteren Morgenstern der Jugend, der der Weltgeleuchtet hat.Die Entwicklung Dresdens spiegelt über sieben Jahrhunderte ein Stückdeutscher Geschichte wider. Bis zum Jahre 1945, als erstmalig das arbeitende Volkbegann, selbst über die Geschicke der Stadt zu entscheiden, ist es ein langer Wegdes Kampfes der unterdrückten und ausgebeuteten Volksmassen gegen dieHerrschenden. Aus einem Fischerdorf entstanden, 1206 erstmalig als Ort und 1216als Stadt urkundlich erwähnt, stieg Dresden bald zu einer Residenzstadt auf. Inihr regierten seit 1485 auf Glanz, Prunk und Repräsentation bedachte Kurfürstenund Könige, deren täglicher Hofhaushalt und deren Festlichkeiten Riesensummenverschlangen, die das arbeitende Volk aufzubringen hatte. Von allem, wasberühmte Maler, Kunsthandwerker, Bildhauer und Baumeister im Auftrag dessächsischen Hofes an Kulturwerten schufen - wie z. B. Daniel Pöppelmann undBalthasar Permoser den Dresdner Zwinger - gebührt nicht ein Quentchen desRuhmes den Königen und Fürsten.In der Regierungszeit von August dem Starken und seines Sohnes August III.entstand mit dem Ankauf von 4000 Gemälden, unter denen sich RaffaelsSixtinische Madonna und andere unschätzbare Werte befanden, die DresdnerGemäldegalerie. Goethe, der 1768 als Student in Dresden weilte, urteilte über dieGemäldegalerie: Ich trat in dieses Heiligtum, und meine Verwunderung überstiegjeden Begriff, den ich mir gemacht hatte. Die kostbaren Kunstschöpfungen, diereiche Architektur weltberühmter Bauwerke, nicht zuletzt die herrliche landschaft-liche Lage der Stadt und ihre vielgestaltige wunderbare Umgebung übten vonjeher eine starke Anziehungskraft aus. Vor allem Ende des 18. und Anfang des19. Jahrhunderts entwickelte sich in Dresden ein immer stärkeres geistiges Leben.Friedrich Schiller hielt sich längere Zeit in Loschwitz auf, wo er in freundschaft-licher Verbinduno- mit der Familie des Freiheitskämpfers Theodor Körner stand.5