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Seit dem 6. Jahrhundert wird das imZuge der Völkerwanderung von den germanischen Hermunduren verlassene Elbgebiet von slawischen Stämmen besiedelt. 929 fällt der deutsche König Heinrich I. in slawisches Gebiet ein, besiegt die zwischen Elbe und Saale lebenden Daleminzier und gründet, nachdem er die Festung Jahna bei Lommatzsch genommen hat, die Burg Meißen. Die slawische Bevölkerung wird nach und nach germanisiert. Im Jahr 1089 beginnt mit der Belehnung Heinrichs I. von Eilenburg als Markgraf von Meü^n die Herrschaft des Hauses Wettin. Dresden spielt zu dieser Zeit kaum eine Rolle, von Bedeutung ist lediglich der Elbübergang. Um 1200 wird neben dem sorbischen Fischerdorf Drezdzany (Ort der Auenwaldbewohner.) eine markgräfliche Burg gegründet. 1206 wird der Ort erstmals urkundlich als Dresdene erwähnt. Zehn Jahre später ist in einer Urkunde von Dresden als civitas die Rede. Um die Burg, die sich auf dem Taschenberg in unmittelbarer Nähe zum Elbübergang befindet, breitet sich bald die Stadt aus. Das slawische Dorf bleibt jedoch außerhalb der Stadtmauern. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts entsteht eine feste Elb-brücke, die 1275 erstmals erwähnt wird. Das rechtselbisch gelegene Dorf, die heutige Neustadt, heißt ab 1370 Altendresden und erhält l403 das Stadtrecht.1464, nach dem Tod von Kurfürst Friedrich dem Sanftmütigen, wählen dessen Söhne Ernst und Albrecht Dresden zu ihrem Wohnsitz. Nach der 1485 in Leipzig besiegelten Teilung Sachsens zwischen den beiden Brüdern wird Dresden ständige Residenz der Al-bertiner, während die Ernestiner, die auch zunächst die Kurwürde erhalten, von Wittenberg aus regieren. Von nun an spielt Dresden eine wichtige Rolle in der Politik.Herzog Georg der Bärtige, der das al-bertinische Sachsen von 1500 bis 1539 regiert, ist ein höchst gebildeter Fürst, doch ein vehementer Gegner der Reformation. Auch Luther, der im Juli 1517 in der Dresdner Schloßkapelle vor dem Herzog predigt, kann dessen Haltung nicht ändern. Da das ernestinische Sachsen mit Friedrich dem Weisen zum Zentaim der Reformation wird, sind die beiden sächsischen Linien nun auch konfessionell getrennt. Das ändert sich erst mit dem Tod Georgs des Bärtigen, dem Heinrich der Fromme9Türme und Kuppeln bestimmen die Silhouette der Dresdner Altstadt. Seit dem 18. Jahrhunden war die Elbe als architektonische Bezugsgröße von entscheidender Bedeutung für die Gestaltung des Stadtbilds (Aufnahme von 1907).Die Dampfschiffanlegestelle vor der Brühischen Terrasse (Fotografie von 1936).