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VOM DORF AN DER DÜSSEL ZUR STADT AM RHEIN
Das Thyssen-Haus, wegen seiner drei schmalen, parallel stehenden, nahezu komplett verglasten Gebäudeteile auch »Drei-Scheiben-Haus« genannt, gilt als Symbol des modernen Düsseldorf, rechts daneben das Schauspielhaus.
Nach einem winzigen Flüsschen wie der Düssel kann man wirklich nur ein Dorf benennen. Spötter unterstellen, das sei der Grund dafür, dass die Düsseldorfer das unsciieinbare Rinnsal nahezu komplett in den Untergrund verbannt haben. Inzwischen ist die Siedlung an seinem Ufer längst an den Rhein gewachsen und eine große Stadt. Die Düssel ist im Stadtgebiet fast nur noch als Kanal zu besichtigen. Doch ein paar Kilometer außerhalb allerdings - im Neandertal - hat der idyllische Wasserlauf noch etwas von seiner Ursprünglichkeit.
Es gibt viele Geschichten um Düsseldorf - aber nur wenig Geschichte. Wen wundert's? Die Stadt ist gerade mal etwas mehr als 700 Jahre alt
und hat in den vergangenen Jahrhunderten nicht allzu viel erlebt, mal abgesehen davon, dass Kaiser Friedrich I. Barbarossa die Burg des benachbarten Kaiserswerth zur Pfalz ausbaute und Napoleon sich 1811 in der von seinen Revolutionsgarden besetzten Stadt mit einem triumphalen Umzug feiern heß. »Das ist Klein-Paris«, soll der französische Kaiser geschwärmt haben, als er von einer Anhöhe im Hofgarten aus auf Düsseldorf blickte. Historisch verbürgt ist der Satz nicht, und böse Zungen behaupten sogar, der Franzose müsse ihn bei Nacht getan haben. Wie dem auch sei -die Düsseldorfer mögen den Vergleich, selbst wenn er viel zu hoch gegriffen scheint.