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Beschreibungen: Deutschland In Zusammenarbeit mit dem ZDF Herausgegeben von Dieter Zimmer
Mit der Reihe „Beschreibungen" möchte das ZDF Landschaften, Städte und Stadtteile in Deutschland aus der ganz persönhchen Sicht von prominenten Zeitgenossen vorstellen. Sie sollten in diesen Orten und Regionen leben, gelebt haben, vielleicht aufgewachsen sein.
Vor sechs Jahren begann Thaddäus Troll mit einer Beschreibung der Schwäbischen Alb. Martin Walsers Porträt des Bodensees, Günter Wallraffs Reportage über Köln-Ehrenfeld, Utta Danellas romantische Darstellung ihrer Traumheimat Ostholstein und Hanns Dieter Hüschs poetische Reise in die Landschaft seiner Kindheit am Niederrhein sind nur einige Beispiele von rund 20 bisher ausgestrahlten Sendungen.
Diesmal nun stellt Lore Lorentz, die engagierte Prinzipahn des Düsseldorfer Kom(m)ödchens und die große Dame des poHtisch-hte-rarischen Kabaretts mit distanzierter Zuneigung und sanfter Kritilc ihre Wahlheimat Düsseldorf vor.
Der Gedanke, mit ihr zusammen eine Beschreibung Düsseldorfs zu reahsieren, lag zum Greifen nahe. Nicht nur die enge geographische Nachbarschaft im hnlcsrheinischen Düsseldorf, auch ähnUche Beziehungen, Empfindungen und Gefühle gegenüber der gemeinsamen Heimatstadt waren günstige Voraussetzungen für diesen Film. Wie die meisten Düsseldorfer beide nicht hier geboren, sind und bezeichnen wir uns als „Düsseldorfer", stehen wir zu dieser Stadt, auch wenn es nicht immer leicht fällt.
„Nicht die Stadt prägt ihre Bewohner, hier prägen die Bewohner die Stadt". Mit dieser und anderen Feststel-
lungen möchte Lore Lorentz aufzeigen, daß Düsseldorf anders ist, als die gängigen Klischees vom „Schreibtisch des Ruhrgebiets" oder von der „Längsten Theke der Welt" glauben machen.
Düsseldorf und die Düsseldorfer sind anders als die kursierenden Vorurteile.
So ist denn auch diese „Beschreibung" kein herkömmlicher Reiseführer oder ein auf Vollständigkeit bedachtes Nachschlagewerk über Düsseldorf, sondern eine bewußt subjektive Schilderung „unserer" Stadt und ihrer Bewohner. Beileibe kein uneingeschränkter Lobgesang auf die rheinische Metropole, aber ein Bekenntnis zum Leben in dieser Stadt.
Werner Raeune