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Die Stadt Düsseldorf ist jung, so jung, daß ihr in den siebziger Jahren sogar eine junge Altstadt bescheinigt wurde. In einer Weltgegend, in der Altehrwürdigkeit an sich schon als Wert gilt, ist ihr ihre Jugendlichkeit manchmal zum Vorwurf gemacht worden. Sie selbst empfand das Fehlen historischer Wurzeln, die mindestens zu den Römern reichen, als Mangel. Aber langsam kommt sie in die Jahre - schon 40 Jahre ist sie Landeshauptstadt des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und 1988 wird das Jubiläum der Stadtgründung vor 700 Jahren...
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Die Stadt Düsseldorf ist jung, so jung, daß ihr in den siebziger Jahren sogar eine junge Altstadt bescheinigt wurde. In einer Weltgegend, in der Altehrwürdigkeit an sich schon als Wert gilt, ist ihr ihre Jugendlichkeit manchmal zum Vorwurf gemacht worden. Sie selbst empfand das Fehlen historischer Wurzeln, die mindestens zu den Römern reichen, als Mangel. Aber langsam kommt sie in die Jahre - schon 40 Jahre ist sie Landeshauptstadt des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und 1988 wird das Jubiläum der Stadtgründung vor 700 Jahren begangen.Es war ein beschwerlicher Weg vom winzigen Dörfchen an der Mündung des zwar nur kurzen, aber vielarmigen Flüßchens Düssel in den Rhein zur heutigen Landeshauptstadt mit all dem, was Großstadtleben in den achtziger Jahren dieses Jahrhunderts so prägt: tägliche Verkehrsstaus und blühendes Kulturleben, eine der Mode ergebene Bevölkerung und Umweltprobleme, dazu aber Tempo, Ehrgeiz, ungestümes Vorwärtsdrängen in den Dingen des persönlichen Erfolges. Schon in den sechziger Jahren meinte ein Freund aus den Neuengland-Staaten der USA, Düsseldorf erscheine ihm amerikanischer als die meisten amerikanischen Städte.Das hätte vor 700 Jahren, das hätte vor 150 Jahren niemand zu sagen gewagt. Klar, vor 700 Jahren, als im Sommer 1288 auf der Heide bei Worringen, etwa auf halbem Weg zwischen Köln und dem Düsseldörfchen, Graf Adolf von Berg mit Hilfe auch der wehrhaften Männer seines Düssel-Dorfs den Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg in der Schlacht schlug und ihn sogar gefangennahm, damals also wußte noch niemand was von Amerika. Vor 150 Jahren war das schon anders. Längst waren auch aus dem Rheinland Menschen in die Vereinigten Staaten ausgewandert. Ja, von dort waren Gruppen junger Leute nach Düsseldorf gekommen, um an der berühmten Malerakademie hier zu studieren und den Begriff Düsseldorfer Malerschule in die Neue Welt zu tragen. Zu jener Zeit erlebte die Stadt eine städtebauliche Blüte, zeigte ein so liebenswürdiges biedermeierliches Gesicht, daß es von begeisterten Reiseberichten nur so wimmelt. Gelobt werden das Schloß am Rhein und der Hofgarten, die klar gegliederte, wohlproportionierte Karlstadt mit ihren klassizistischen Bürgerhäusern, das verträumte Pempelfort mit dem Philosophensitz der Brüder Jacobi, der zum Haus des Künsdervereins Malkasten wurde. Benrath mit seinem spätbarocken Schloß und Park, Gerresheim mit der romanischen Kirche St. Margareta, Kaiserswerth mit dem Suitbertus-Dom und der Pfalz des Kaisers Barbarossa, sie allesamt weit älter als Düsseldorf, gehörten damals noch nicht zur Stadt. Und anderes, was schon vorhanden war und eine neue Entwicklung anzeigte, wurde von den Reisenden nicht zur Kenntnis genommen, es lag ja auch nicht an ihrem Wege. Gemeint sind erste Industrie-Ansiedlungen. Die neue Zeit, eine, die aus dem

Termékadatok

Cím: Düsseldorf [antikvár]
Szerző: Gerda Kaltwasser
Kiadó: Greven Verlag
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
ISBN: 3774302456
Méret: 210 mm x 280 mm
Gerda Kaltwasser művei
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