Bővebb ismertető
iVuch die Düsseldorfer Bűben können nicht immer radschlagen, obwohl ihnen dafür, wie dieser Bildband zeigt, ein Denkmal errichtet worden ist; auch sie müssen zur Schule. Da lernen sie dann Fakten und Daten der Stadtgeschichte, etwa frühe Gründung, Verleihung des Stadtrechts 1288, Bil= dung niederrheinischer Herzogtümer mit Düsseldorf als Haupt, Triumph der Kunst dank des Máze= natentums Johann Wilhelms, endlich Aufstieg zur Verwaltungsmetropole des Ruhrgebietes - das kön= nen die fleiüigen Bűben am Schnürchen, und die Madchen erst recht! Die können auch die Zahlen aus= wendig: 1882 hunderttausend Einwohner, 1933 eine halbe Millión! An das, was dann kommt, erinnern sich die Bűben und Madchen nicht mehr, aber die Erwachsenen sollten es nicht vergessen: Zerstörung in den Bombennáchten des Zweiten Weltkrieges und, seit 1948, Planung und Ausbau der erneuerten Stadt. Und was die Kinder und Erwachsenen wissen, ohne dafi sie's lernen müfiten: jeglichem Ge= schehen, dem kleinen und dem grófién, schaut der Strom über die Schultern. Ob einer ein echter Düsseldorfer ist, das ergibt sich aus seinem Verháltnis zur Altstadt; kennt und liebt er sie, wird er auch als Zugezogener langsam zum Düsseldorfer. Immer noch reitet Jan Wellem, grün von Edelrost, über den Rathausplatz und schaut dem Treiben des Marktes zu. Zwei Türme sind die Akzente des altén Düsseldorf, der rundé des Schlosses und der windschiefe der Groote Kerk" St. Lambertus. Die Luft schmeckt immer ein wenig nach Salz von dem Nordwest, der den Atem des Meeres herüberbringt, und der Durst, den er weckt, láfit sich in den vertráumten Kneipen mit obergárigem Alt" stillen. Bis zur Königsallee, der Paradestrafie Düsseldorfs, ist es nicht weit; hier dominieren Kunst und Mode, Weltlust und Geschaftigkeit und jenes Gran von Snobismus, der das Zukünftige erspürt genauso, wie der Luxus zum Schrittmacher für die Wohlhabenheit der andern wird. Der Kő" bleibt immer noch ein Schufi Idyllik aus dem vorigen Jahrhundert; das unsere aber drückt sich in den grófién Brücken, den Hafenbecken und den Hochhausern aus, den neuen Zeichen im Stadtbild. Aber was ware das alles ohne den Menschen? Die Ruderer und Segler auf dem Rhein, die Schützen in der Altstadt, die weltoffenen Bürger am Alltag und am Feierabend, und endlich die Radschláger - damit wáren wir wieder am Anfang! Sie sind die Gewahr dafür, sie und die anderen grófién Kinder, die Künstler, dafi in allén Wandlungen der Zeiten etwas Düsseldorferisches bleibt, etwas Uriges, wie sich das für jede Stadt von Charakter gehört.