Bővebb ismertető
Öegegmmg mit Erfurt Es mag im Frühling 1925 gewesen sein, bald nach dem Ende der schauerlichen Inflation, daft mich, den fast Vierzigjáhrigen, die Aufforderung einer literarischen Vereinigung zum Vortrag nach Erfurt führte. Man hatte mir von einem stadtischen Museum gesprochen, das alléin schon einen Besuch lohne, von einem aufnahmebereiten Publikum, das um ihre Durchsetzung kampfende Autoren an den Vorlesetisch lud. Von der Stadt Erfurt fehlte mir jede Vorstellung, aber die Einladung als Gast zu einer freundlichen Familie erhöhte das gebotene Honorar - und wie kurz war die Eisenbahnfahrt von Berlin, wie bequem saB es sich im Waggon dritter Klasse, wie behaglich korrigierten sich die Fahnen eines eben erscheinenden Novellenbandes, aus welchem ich die Erzahlung Pont und Anna" vorlesen wollte. Am Vormittag des folgenden Tages lieB ich mich vom Sohn meines Gastgebers durch Erfurt führen - und das, was mich dort erwartete, blieb mir für Jahrzehnte unvergeBlich. Da führten Brücken, bebaut wie die von Florenz und Venedig, über einen Flu(3, dessen Name mir bislang nichts bedeutet hatte, obwohl er von einer Stadt getragen wurde, die Gera hieB und noch bis 1920 Hauptstadt des Volksstaates Reul3 war. Mittelalterliche Hauser, Fachwerk und hölzerne Söller kamen auf mich zu und wurden im Weiterschreiten mit Bedauern zurückgelassen. Eng wie im geliebten StraBburg standén Hauschen um Wasserlaufe, aber sie hieBen nicht wie dort Petite Francé. Unter niederen