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ENTDECKUNG UND ERSCHLIESSUNG DER FEENGROTTEN
Die Geschiclite der Feengrotten geht zurück auf das uralte Bergwerk „Jeremias Glück" bei Saalfeld-Garnsdorf. Eine im Jahre 1551 gedruckte Mineralogie des gebürtigen Saalfelder Humanisten Encelius beiehrt uns, daß man seinerzeit hier schon viele nutzbare Rohstoffe kannte, darunter auch solche zur Bereitung des Alauns, und daß um 1530 der Bergbau im Bereich der heutigen Feengrotten im Gange war. Das ist kein Zufall, denn in jener Zeit begann der bis in die Vorgeschichte Zurückreichende Bergbau um Saalfeld mächtig aufzublühen. Zwar stand das Silber dabei im Vordergrund, aber man verachtete auch andere Bodenschätze nicht. So entstanden Alaunwerke. Wie sehr man interessiert war, zeigt das Werk am Wetzelstein (im Bereich der heutigen Schokoladenfabrik Rotstern), wo neben Saatfelder Bürgern sogar der Landesherr, der Kurfürst von Sachsen, mitbeteiligt war. Es ist auch nachgewiesen, daß im gleichen Jahrhundert eine Alaunhütte im Gebiet der Feengrotten betrieben wurde. Die Salze Alaun und Vitriol waren begehrte Rohstofie und wurden vor allem an Gerbereien und Apotheken abgesetzt.
Der Dreißigjährige Krieg brachte auch hier jede Tätigkeit zum Erliegen, und in den folgenden hundert Jahren blieb es nur bei mehrfachen Versuchen, den alten Bergbau wieder zu beleben. Dabei sprechen die diesbezüglichen Vermerke in den alten Bergbüchern immer von einem vorhandenen alten Bergbau, und es wird erneut bestätigt, daß die ältesten Teile der Grotten mit Sicherheit aus dem 16. Jahrhundert stammen.
Einen neuen Aufschwung nahm der Bergbau im Jahre 1757. Der Amtqjann Johann Ehrenreich Jeremias aus Weida nahm gemeinsam mit dem Alaunmeister Nolde das nunmehr „Jeremias Glück" genannte Bergwerk erneut auf. Da es beiden aber hierzu an ausreichendem Kapital mangelte, ging das Unternehmen um 1760 an den Bankier Christian Gottlob Frege aus Leipzig über. In Händen dieser Familie