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Festung Königstein gegen Osten aus Merians Topographie um 1650EIN WORT ZUVORKann passieren!" - schallte in vergangenen Zeiten die Stimme der Ordonnanz des Komman-danten von der oberen Burgwarte der Festung, wenn man sich" - wie es in einer vor hundert Jahren erschienenen Bemerkung für Fremde" heiBt - der Wache am Thore nach Namen und Charakter gemeldet hat und nun sein Urtheil erwartet."Der Besuch der Festung war meist mit Schwierigkeiten verbunden. In der erwáhnten altén Schrift ist zu lesen, dal? nur das Königliche Kriegsministerium in Dresden auf besonderen Antrag Pásse für den Einlafi ausstellte. Auch dann durfte der Besucher nur anderthalb Stunde auf dem Plateau verweilen und dafür noch einen Taler und zehn Neugroschen bezahlen. Oft berichtet die Chronik, dafi wegen der auf der Festung inhaftierten politischen Gefangenen der Fremdenverkehr ganz aufgehoben oder stark eingeschránkt und streng kontrolliert wurde. Wáhrend der Inflation stieg der Eintrittspreis von 10 Mark, am 1. Október 1922, bis auf 25 000 Mark im August 1923. Eine Kunositat, mag mancher denken, aber sie hellt die ernsten Hintergründe der Zeit auf.Heute ist die Festung jedem zuganglich; Hunderttausende frohgestimmter Menschen passieren nun jáhrlich die Zugbrücken.Nach 1945 dienten die Gebáude mehrere Jahre lang einem Jugendwerkhof für die Erziehungs-arbeit. Am 29. Mai 1955 wurde die Festung in ihrem gesamten Bereich als Museum und historische Führungsstátte eröffnet. In mühevoller Arbeit wurden seit diesem Jahr umfang-reiche und kostspielige Restaurationsarbeiten zur Sicherung der baulichen Substanz, der Fe-stungsmauer und der historischen Gebáude, vorgenommen.Im Frühjahr 1957 konnte der toskanische Sáulensaal im Altén Zeughaus als Waffenmuseum eröffnet werden; es folgten die Böttger-Ráume, das Neue Zeughaus, das Torhaus, die Streich-wehr, die Magdalenenburg mit ihren tiefen Kellem und die Kasematten.