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FONTAI N E B LE AUTextBoris LOSSKYEmerit Direktor des Nationalen Museum von FontainebleauAls Sammelort der Erinnerungen an das Erste Kaiserreich für die grosse Offentlichkeit, als hoher Ort der Klassischen Renaissance im Norden der Alpen für den besser informierten Besucher, wird das Schloss Fontainebleau hier so gezeigt werden, wie es der Definition entspricht, die ihm Napoleon in Sankt Helena zuerkannt hat : "Es ist das Haus der Jahrhunderte, die wahre Wohnstátte der Könige".Wenn sich in der Tat Versailles mit seinem einheitlichen Ausseren als das zauberhafteste Gebáude der französischen Monarchie, vom Aufstieg des Sonnenkönigs an bis zum Untergang des Altén Regimes, als das ideale, übe-rall imitierte Modell des Kultusortes der Person des Herrschers zeigt, so bietet Fontainebleau seinerseits mit seinem etwas disparaten Aussehen des "Rendez-vous von Schlössern" die Erinnerung über acht Jahrhunderte hinweg an die Anwesenheit von Monarchen, ab Ludwig VI. bis Napoleon III., und bewahrt in seinem Inneren Meisterwerke des Dekors des Palastlebens von 1530 bis 1870.MITTELALTERDer Ursprung des Schlosses ist nicht in den Gegebenheiten der Landes-gebietsverteidigung zu suchen, sondern in der königlichen Jagd. Es steht inmitten einer Lichtung des Waldes von Biére, der reich an Wild, aber arm an Wasser ist, mit Ausnahme dieser, durch das Vorhandensein einer Quelle begunstigten Stelle, die früher "fontaine de Bléaud" genannt wurde (und nicht Belle-eau", wie es die Weltdamen des 17. Jahrhunderts behaupteten), woraus spater für den gesamten Ort der Name entstand.