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Fontane di Roma [antikvár]

Oldrich J. Blazicek

 
ROM UND SEIN WASSER - mit diesen beiden Begriffen ist nicht so sehr die Assoziation des gelben Tiberstroms verbunden wie die Vorstellung zahlreicher Brunnen und Fontänen mit quellendem Naß und breit gestreuten Wasserstrahlen, die alle Sinne erfrischen. Ihre mannigfaltige Vielzahl ist seit Jahrhunderten mitbestimmend für Gestalt und Charakter der Ewigen Stadt. Tasso, Goethe imd Dutzende kleinerer Größen haben sie mit ihrer Feder gefeiert, Ottorino Respighi und andere ihr Rauschen und Brausen in Musik umgesetzt. Zu den Worten und Noten...
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ROM UND SEIN WASSER - mit diesen beiden Begriffen ist nicht so sehr die Assoziation des gelben Tiberstroms verbunden wie die Vorstellung zahlreicher Brunnen und Fontänen mit quellendem Naß und breit gestreuten Wasserstrahlen, die alle Sinne erfrischen. Ihre mannigfaltige Vielzahl ist seit Jahrhunderten mitbestimmend für Gestalt und Charakter der Ewigen Stadt. Tasso, Goethe imd Dutzende kleinerer Größen haben sie mit ihrer Feder gefeiert, Ottorino Respighi und andere ihr Rauschen und Brausen in Musik umgesetzt. Zu den Worten und Noten gesellten sich seit je die Stichel und Pinsel, und schon über hundert Jahre lang verewigen auch die Photoobjektive die römischen Bruimen, ihre Formen, ihr belebendes Sprühen auf ihre Weise, damit es der erinnernden Rückschau nicht verlorengehe.Das Lob der römischen Brunnen aus der Feder Herrn Charles de Brosses (1732), eines der scharfsichtigsten Reisenden, die je Itahen besuchten, steht natürlich nicht vereinzelt da, imd es ist auch nicht eines der ältesten; doch bleibt es besonders kennzeichnend für die Bewunderung, die man seit alters den römischen Brunnen zollte, imd es ist dabei auch durch die Feststellungen wertvoU, die de Brosses zwischen den Zeilen seiner trefflichen Familienbriefe" zu verbergen verstand. Er vergegenwärtigte sich vor allem richtig die antiken Anfänge des vielgepriesenen römischen Wasserreichtums imd skizzierte die Kontinuität, die von da bis zu seiner Zeit führte. Die Stadt aber, die Tausende Pilger vor Herrn de Brosses imd Milhonen nach ihm bewunderten, lebt und verändert sich weiter, die lebendigste Gegenwart ist hier durchwirkt von der Atmosphäre vergangener Jahrhunderte. Sie atmet und singt auch heute noch im Sprühregen ihrer Brimnen. Neue gesellensich zu den seit eh und je bewunderten, um jene abzulösen, die mit ihrer unmittelbaren Umgebung der Gegenwart weichen müssen.Es sind dies auch in dieser Stadt, wo aus Pietät und Interesse für die Altertümer die Denkmalpflege geboren wurde, kerne kleinen Veränderungen. Die Kehrseite des großangelegten Bau- ^ betriebs war auch hier rücksichtsloses Vernichten und Niederreißen. Aus antiken Marmorfragmenten wurde lange Kalk gebrannt und dieBauwerke der Caesaren dienten jahrhundertelang als Steinbrüche. Papst Sixtus V. opferte das großartige Septi-zonium des Severus, das Jahrhunderte hindurch bewundert wurde, der Spitzhacke. Auch später mußten die Brunnen immer wieder neueren Bauvorhaben weichen. Es genügt, im dreibändigen Barockalbum der römischen Fontänen in der Stadt und den Villen davor zu blättern, einem von dem römischen Kup- | ferstecher G. B. Falda mit seinen Mitarbeitern im 17. Jahrhundert herausgegebenen Werk (Falda-Venturini-Rossi: Fontane j di Roma, Fontane delle ville, Rom 1675-1691), um festzu- ] stellen, wieviele der großen und zu ihrer Zeit gepriesenen Wasserspiele inzwischen verschwunden smd. Doch trotz allen Wandels, Wechsels und Verharrens sind die Brurmen bislang eines der kennzeichnendsten römischen Motive geblieben; als Dominanten des Stadtbüds wie als unvergeßliche idyllische Details ihrer sonnigen und schattigen Winkel.iDie Entwicklung der Fontäne müßte sicherlich in breiteren geo- i graphischen Zusammenhängen untersucht werden, vor allem auch m der Toskana. Denn die römischen Vorbüder sind später nicht selten in anderen Städten durch Varianten der Größe, der Komphziertheit der Wasserspiele und des Reichtums der Gestaltung übertroffen worden. Übrigens ist die Fontäne, die

Termékadatok

Cím: Fontane di Roma [antikvár]
Szerző: Oldrich J. Blazicek
Kiadó: Artia
Kötés: Vászon
Méret: 250 mm x 280 mm
Oldrich J. Blazicek művei
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