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Josef-Thomas Göller - Franken [antikvár]
 
Tkndaradei: Minnesänger, Fürstbischöfe, Bauernkriege Pageant of history: minnesingers, prince bishops, peasant warriors Sie brachen im 5. Jahrhundert nach Christus vom Rhein aus auf, das Frankenreich zu begründen. Viel wissen wir nicht Uber diesen germanischen Volksstamm. Sie kamen ursprünglich von irgendwo aus dem Nordosten und zogen mit ihren blanken Schwertern so lange gen Westen, bis der Atlantik ihnen Einhalt gebot. Schon nach dreieinhalb Jahrhunderten (843 bzw. 870) zersplitterten sie sich wieder in ein westfränkisches (Frankreich)...
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Tkndaradei: Minnesänger, Fürstbischöfe, Bauernkriege Pageant of history: minnesingers, prince bishops, peasant warriors Sie brachen im 5. Jahrhundert nach Christus vom Rhein aus auf, das Frankenreich zu begründen. Viel wissen wir nicht Uber diesen germanischen Volksstamm. Sie kamen ursprünglich von irgendwo aus dem Nordosten und zogen mit ihren blanken Schwertern so lange gen Westen, bis der Atlantik ihnen Einhalt gebot. Schon nach dreieinhalb Jahrhunderten (843 bzw. 870) zersplitterten sie sich wieder in ein westfränkisches (Frankreich) und ostfränkisches (Deutschland) Reich. In Franken wird deutsche Geschichte allerorten lebendig. Hier sangen die bekanntesten deutschen Minnesänger, von hier aus zogen Kreuzritter ins Heilige Land. Neben der Neumünsterkirche in Würzburg, im Lusamgärtchen, soU Walther von der Vogelweide begraben sein, der größte deutsche Liederdichter des Mittelalters. Die Mulden in dem tumbahaften Gedenkstein von 1930 dienen Vögeln als Trink- und Futterstellen, gleichsam als Erinnerung an die Legende von Walthers Testament, in der es heißt, daß auf seinem Grabstein den Vögeln Futter gestreut werden möge. Frei wie ein Vogel war und fühlte sich der fahrende Sänger, der mit seiner für die damalige Zeit außergewöhnlich freizügigen Liebeslyrik die Herzen von Mägden und Edelfrauen gleichermaßen eroberte: Unter der Linde, an der Heide, war das Bett von uns beiden. Tandaradei, schön sang die Nachtigall." In den zahlreichen prunkvollen Rittergrab-mälem, ob in großen Stadtkirchen, oder-oft überraschend - im kleinsten Dorfkirch-lein, wird die Erinnerung an diese Zeit für jedermann bis heute festgehalten. Augenfällige Höhepunkte kirchlicher Ritterverehrung sind die Schwanenritterkapelle in der Ansbacher Gumbertus-Kirche und die Ritterkapelle in Haßfurt. Aber auch in den vielen Schlössern, Wasserburgen und Berg- festungen haben derartig viele Ritterausrü-stungen die Zeiten überdauert, daß jedem Besucher Frankens über kurz oder lang bewußt wird, welche Blütezeit dieser elitäre Kriegerkult hier erlebte. Alleine die Veste Coburg könnte heute noch ein spätmittelalterliches Heer authentisch ausstatten! Von Kriegszügen der Fürstbischöfe von Würzburg und Bamberg gegen aufständische Städte, die reichsfrei werden wollten, ist die Rede und von zwei räuberischen Markgrafenkriegen der Hohenzollern. Die grausamen Höhepunkte der militärischen Auseinandersetzungen waren jedoch durch landesweite Ursachen ausgelöst worden. Da war zum einen der Bauernkrieg in den Jahren 1524 -25, in dem die unterdrückten Bauern mehr Rechte und Freiheiten forderten. Allein in den Fürstbistümern Würzburg und Bamberg gingen 350 Burgen und 56 Klöster in Flammen auf. Ganze Adelsgeschlechter wurden ausgelöscht. Die zweite von außen an das Frankenland herangetragene Geißel war der Dreißigjährige Krieg (1618-1648), der auf seinem Boden mit aller Heftigkeit geführt wurde. Nach diesem furchtbaren Krieg feierten die absolutistischen Kleinfürsten in unvorstellbarer Pracht die Zeitalter des Barock und Rokoko, wovon besonders die fürstbischöflichen Residenzen zu Würzburg und Pom-mersfelden sowie das Markgrafenschloß in Ansbach Zeugnis ablegen. Es bedurfte eines Napoleon, um in den Jahren 1803 bis 1814 dem fränkischen Kleinstaaten-Indivi-dualismus ein Ende zu bereiten. Am 1. Januar 1806 wurde das Königreich Bayern mit seinem ersten Herrscher Maximilian I., in dem Franken seit 1837 in die Regierungsbezirke Ober-, Mittel- und Unterfranken gegliedert ist, aus der Taufe gehoben. Der fränkische Teil des Herzogtums Sachsen-Coburg-Gotha entschied sich 1920 in einer Volksabstimmung für den Anschluß an Bay- Im 20. Jahrhundert verwandelten die Nazis die mächtige Reichsstadt Nürnberg in eine Hochburg ihrer Bewegung. Nürnberg, aber auch das politisch unbedeutende Würzburg, wurden fast gänzlich zerstört. Die Teilung Deutschlands nach 1945 war hier unmittelbar zu spüren, verior Franken doch seine gewachsenen ökonomischen und historischen Beziehungen zu Thüringen und Sachsen. Um so tiefer bewegt waren die Menschen von der Grenzöffnung in den Monaten November und Dezember 1989. N"ot much is known about the Germanic tribe which in the 5th cen-^ tury AD started out from the Rhine to found the kingdom of the Franks. They came originally from somewhere in the North East and, wielding their naked swords, moved westwards until the Atlantic halted their advance. Only three and a half centuries later, in 843 or 870, they split up again, into kingdoms of the Western Franks (France) and Eastern Franks (Germany). Everywhere in Franconia German history comes to life. Here the best-known German minnesingers sang, and from here crusaders set out for the Holy Land. Walther von der Vogelweide, the greatest mediaeval German poet of song, is said to be buried in the little Lusam Garden next to the Neumünsterkirche in Würzburg. Birds eat and drink from hollows in the grave-Uke memorial stone erected in 1930, serving as a reminder of the legend that in his willWalther asked that food be strewn upon his gravestone for them. The wandering minstrel felt and indeed was as free as a bird, conquering the hearts of maids and noblewomen alike with his love lyrics, which were exceptionally permissive for the time. "Unter der Linde, an der Heide, war das Bett von uns beiden .Tandaradei, schön sang die Nachtigall." ("Under the linden tree on the heath was where we two made our bed Tralala, so sweetly sang the nightingale.")

Termékadatok

Cím: Franken [antikvár]
Szerző: Josef-Thomas Göller
Kiadó: Ellert & Richter Verlag
Kötés: Varrott keménykötés
ISBN: 3892343969
Méret: 250 mm x 330 mm
Josef-Thomas Göller művei
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