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Freiburg Freiburg im Breisgau ist früher ein herrliches Dorf gewesen, das von vielen Bergleuten und Erzknappen aus der Gegend erbaut worden ist. Denn eine Meile Wegs von Breisach entfernt ist vorzeiten ein Bergwerk gewesen, dessen Reichtum zur Erbauung dieses Ortes und seiner Klöster und Kirchen gröfitenteils beigetragen hat. Die Bürger wurden auch so reich, daí5 sie sich adeln liefíen, und da sich auch viele Adelige nach Freiburg begaben, ist es dazu gekommen, daE im Rat für lange Zeit zwölf Ritter safien. Zu jener Zeit vermochte Freiburg auch dreitausend Mann ins Feld zu schicken. Innerhalb der Stadt und ihrer náchsten Umgebung stehen vierzehn Mánner- und Frauenklöster. Herzog Bertold von Záhringen, von einigen der Zweite, von etlichen aber der Dritte genannt, hat Freiburg um das Jahr 1120 zur Stadt gemacht, sie auch befestigt und befreit. Nach dem Verlöschen der Záhringer kam die Stadt an die Fürstenberger, bei denen sie auch verblieb, ehe sie 1366 oder 1367 mit ihrem Gráf Egon in Krieg geriet und von ihm hart geschlagen wurde. Über tausend Bürger blieben tot auf dem Schlachtfeld. Im folgenden aber wurde durch Verhandlungen des Bischofs von Konstanz und mit Unterstützung etlicher Strafíburger und Basler der Krieg geschlichtet, so dafí sich der Gráf von Fürstenberg mit 12000 Gulden zufrieden gab, wofür er die Herrschaft Baden kaufte. Auch übergab er die Vogtei Freiburg, wie man sie nannte, seinen Vettem, den Fürsten von österreich, denen sie noch unterworfen ist. Als Jahr, in dem Freiburg an das Haus österreich gekommen ist, wird 1386 gesetzt. Diese Stadt ist aus vier Gründen besonders berühmt: erstens wegen der obenerwáhnten Gottesháuser, wovon das herrliche Münster die Hauptkirche ist. Das Münster hat einen práchtigen Turm, der mit hervor-