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I. HISTORISCHER ÜBERBLICK
Die heutige Burg von Trencin thront auf einem Kalksteinfelsen, der von dem Hügel Brezina bis ins Waagtal (Väh) reicht. Der Felsen hat von drei Seiten einen steilen Abhang, nur von Süden ist er mit der Brezina verbunden. Seine günstige Lage wurde schon vom Urmenschen entdeckt, der sich hier am Anfang der Bronzezeit (cca 1700 vor unserer Zeitrechnung) ansiedelte. Beginnend mit dieser Zeit können wir die Kontinuität der Besiedlung bis zum heutigen Tage verfolgen. Aus einer kleinen Siedlung entwickelte sich alsbald eine mächtige Residenz, die zu Zeiten der römischen Expansion zur Geltung gelangt. Die damalige befestigte Siedlung Laugaricio widerstand drei Jahre dem Ansturm der Römer, bis sie endlich der besseren Technik und Taktik erlag. Die Römer, verewigten diesen Sieg im Jahre 179 unserer Zeitrechnung mit einer monumentalen Inschrift auf dem Felsen. Aus dieser erfahren wir, dass 855 Soldaten der II. Hilfsiegion unter dem Kommando von M. V. Maximianus bei Laugaricio (Trencin) den Sieg errangen. Die lateinische Inschrift aus dem nordafrikanischen Zana -nur vor kurzem entdeckt, nennt es Leugaricio. Die Bedeutung der Siedlung wird durch den Umstand bestätigt, dass sie in die Weltkarte des alexandrinischen Wissenschaftlers Ptolemäus unter dem Namen Leukaristos gelangte (2. Jahrh. unserer Zeitrechnung). Sie blieb jedoch nicht lange in der Macht der Römer, da Komodus nach dem Tode Mark Aurelius mit den Germanen Frieden schioss, laut welchem er auf die weiter als 7,5 km nördlich der Donau gelegenen eroberten Gebiete verzichtete. Nach dem Abzüge der Germanen (568 unserer Zeitr.) hatten die Slawen auch das Waagtal besiedelt und benützten die älteren befestigten Orte für ihre eigene Sicherheit. Auf dem Trenci'ner Hügel der Brezina errichteten sie eine Burgstätte, deren Fortifikationen sie auf eine Fläche von fast 1 km2 erweiterten. Nach dem Untergang des Grossmährischen Reiches wurde Trencin eine Grenzfestung mit der Aufgabe die Waagtalstrasse und die Verbindungswege nach Mähren über die Vlara- und Hrozenkovpässe zu überwachen. Do Trencin eine günstige Lage hatte, war es schon seit den ältesten