Bővebb ismertető
Einleitung
Fussballstadien Europas
Was Geld, Prestige und den Anteil an der Sportberichterstattung angeht, so ist der Fußball im laufenden Jahrtausend wahrscheinlich besser dran als zu jeder anderen Zeit in seiner neueren Geschichte. Wenn die »Aufwertung« des Spiels in bestimmten Kreisen - darunter FIFA-Präsident Sepp Blatter - auch keinen besonderen Anklang findet, so hat doch die Verteuerung der Eintrittspreise dazu geführt, dass die organisierte Gewalt am Rande des Sports nachgelassen hat.
Fehlende Stehplätze in den Stadien tragen dazu bei, die überbordende Begeisterung im Zaum zu halten, wenn auch manchmal auf Kosten der Atmosphäre. Interessant ist, dass in manchen Ländern Stehränge wieder erlaubt sind, allerdings nicht in den europäischen Wettbewerben.
Eins ist sicher - im Hinblick auf die Einrichtungen, die die Zuschauer von Fußballstadien fordern, liegt die Schwelle mittlerweile höher, wie sich beispielsweise an dem langwierigen Um- und Neubau des englischen Nationalstadions Wembley zeigt, während das Streben nach größerem Fassungsvermögen und höheren Einnahmen Vereine wie Arsenal dazu gebracht haben, völlig neue Spielstätten errichten zu lassen. Der größte Katalysator für sich war jedoch die Vergabe der Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland; sie hat dafür gesorgt, dass nicht nur neue Stadien gebaut, sondern auch vorhandene modernisiert wurden.
Wenn ein größerer Teil des Geldes, das dem Sport durch Verträge mit den Fernsehanstalten zufließt, für
die Infrastruktur ausgegeben werden könnte, statt in den Taschen der Spieler und ihrer Berater zu versinken, ließe sich dieser Prozess noch beträchtlich beschleunigen. Bis dahin muss man sich mit der Vergabe von Namensrechten und anderen Möglichkeiten behelfen.
Seit der ehemalige Ostblock sich fest unter dem Dach der europäischen Verbände befindet, nehmen Komfort und Angebot in den Fußballstadien des Kontinents kontinuierlich zu. Das vorliegende Buch bildet schnappschussartig die Situation am Wendepunkt des Jahrzehnts ab - weitere Veränderungen sind ziemlich gewiss.
Michael Heatley
Anmerkungen zu den Bildern
Autor und Verlag danken der Agentur Getty Images für ihre Hilfe bei der Auswahl des Bildmaterials für dieses Buch. Wo immer es möglich war, haben wir aktuelle Fotos der Stadien verwendet. Die meisten hier gezeigten Stadien gehören den jeweiligen Vereinen, aber wir haben aus Interesse auch ein paar Bilder von Nationalstadien aufgenommen, z. B. vom belgischen auf S. 95, vom französischen auf S. 212, vom israelischen auf S. 174, vom türkischen auf S. 142 und natürlich vom englischen Wembleystadion auf S. 254.
Rechts: Deutschland kann auf eine stolze WM-Bilanz zurückblicken, und seine Mannschaft w/ird gut unterstützt, wo immer sie auch spielt. Hier schwenken deutsche und bolivianische Fußballfans ihre Banner und Fahnen bei der Eröffnung der WM 1994 im Soldier-Field-Stadion in Chicago.