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JUDEN, MAUREN UND CHRISTENDer Reisende erreicht Toledo. Er betrachtet die auf einem ockerfarbenen, staubbedeckten Hügel gelegene Stadt, die von gleissendem Sonnenlicht überstrahlt ist und von den Wassern des Tajo umspült wird. Zweifelsohne wird der Reisende es sich nicht nehmen lassen, sich nunmehr Toledo weiter zu náhern. Schon erkennt er den wuchtigen Bau des Alcázar, die hohe und máchtige Silhouette der Kathedrale, die Stadtmauern, die Tore Wenn mán Toledo von weitem sieht, hat man den Eindruck, eine im Ver-teidigungszustand befindliche und uneinnehmbare Festung zu erblicken. Schon El Greco malte sie in einem mystischen Schleier aus Staub und Him-melsnebeln; gleich einem von Todes- und Ruhmestráumen geplagten Lande. Wenn wir Toledo zum ersten Male erschauen, empfinden wir vielleicht jene beunruhigende Einsamkeit und Verlassenheit, die uns überfallen, wenn wir uns mit gewissen Ereignissen in der Geschichte Spaniens náher befassen. Man vergesse nicht, dass Toledo wie Pérez Galdós schrieb einen kompletten Teil der spanischen Geschichte verkörpert. Wir wollen uns jedoch we-der durch diese militárisch anmutende Stadt im Herzen Spaniens noch durch ihre Wappenbilder, die mit ihrem hoheitsvollen Gepránge die unge-