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El Greco sah Toledo in einer wattigen, blauen Atmosphare, von Engeln überscbwebt. Toledo, scbrieb Rilke, 'ist eine Stadt des Himmels und der Erde, denn sie befindet sich tatsacblicb in beiden Spabren ". JUDEN, MAUREN UND CHRISTEN Der Reisende erreicht Toledo. Er betrachtet die auf einem ockerfarbenen, staubbedeckten Hügel gelegene Stadt, die von glcissendem Sonnenlicht iiberstrahlt ist und von den Wassern des Tajo umspült wird. Zweifelsohne wird der Reisende es sich nicht nehmen lassen, sich nunmehr Toledo weiter zu náhern. Schon erkennt er den wuchtigen Bau des Alcázar, die hohe und máchtige Silhouette der Kathedrale, die Stadtmauern, die Tore... Wenn man Toledo von weitem sieht, hat man den Eindruck, eine im Verteidigungszustand befindliche und uneinnehmbare Festung zu erblicken. Schon El Greco malte sie in einem mystischen Schleier aus Staub und Himmelsnebeln; gleich einem von Todes- und Ruhmestráumen geplagten Lande. Wenn wir Toledo zum ersten Male erschauen, empfinden wir vielleicht jene beunruhigende Einsamkeit und Verlassenheit, die uns überfallen, wenn wir uns mit gewissen Ereignissen in der Geschichte Spaniens náher befassen. Man vergesse nicht, dass Toledo-wie Perez Galdós schrieb-einen kompletten Teil der spanischen Geschichte verkörpert. Wir wollen uns jedoch weder durch diese militárisch anmutende Stadt im Herzen Spaniens noch durch ihre Wappenbilder, die mit ihrem hoheitsvollen Gepránge die unge-