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NEUES LEBENDer Optimismus des ersten Korrespondenten der Polnischen Presseagentur (PAP) im befreiten Gdansk konnte fast irreal anmuten, als er am 2. 4. 1945 über Gdansk schrieb: Jetzt werden wir es aufbauen, wir werden es ordnen, wir werden ihm unsere Gestalt aufprägen " Lag doch die Stadt in Schutt und Trümmern darnieder, und über den Schutthalden stand der Rauch der Feuersbrünste. Die herrlichsten Kulturdenkmäler, alle kommunalen Einrichtungen hatten aufgehört zu existieren. Aus einer Gespenster Stadt der Ruinen gähnte Entsetzen.Die Kriegshandlungen waren kaum beendet, und schon begannen zur Stadt an der Motlawa Menschen aus verschiedenen Gegenden Polens herbeizuströmen, die sich mit der angestammten Bevölkerung vermischten. So entstand ein Schmelztiegel von Menschen mit verschiedenen Sitten und Bräuchen, verschiedenem Lebensstil und Arbeitsweise, vor allem mit verschiedenen Lebensanschauungen.Die neuen Einwohner von Gdansk fanden auf jedem Schritt Andenken der polnischen Vergangenheit der Stadt vor. Das Motiv der polnischen Tradition war eines der wichtigsten Elemente, die in Gdansk eine Gemeinschaft zementierten: dazu kam noch der Ruhm der Stadt, die in guten und schlechten Zeiten Verbindung zu Polen gesucht hatte. Anfangs Neugier, später herzliche Anhänglichkeit an Gdansk, der Beitrag zu seinem Wiederaufbau und Ausbau das war es, was die Menschen mit der Stadt an der Motlawa zusammenschweißte.Heute hat sich Gdansk bereits eine einheitliche Gemeinschaft her-5